Burggener Kinder sollen nicht fremdgehen

Burggen - Der Kindergarten und die neue Kinderkrippe in Burggen sind vorbildlich. Insgesamt 60 Kinder können betreut werden. Doch diese beiden Einrichtungen sind nicht ausgebucht, weil einige Eltern ihre Kinder nach auswärts schicken. Warum das so ist, das soll in einer Fragebogenaktion ermittelt werden.

„Wir zahlen jährlich 45 000 Euro an auswärtige Kindergärten und Krippen“, rechnete Bürgermeister Joseph Schuster bei der jüngsten Gemeinderatsitzung vor. So hoch seien nämlich die gemeindlichen Beiträge für die rund 15 Kinder, die nicht den Burggener Kindergarten oder die dortige Krippe besuchen, sondern zum Beispiel im benachbarten Ingenried betreut werden. Oder auch einen Waldkindergarten in der näheren Umgebung bevorzugen.

Diese 45 000 Euro sind viel Geld, das Schuster lieber in Burggen im Ort behalten will, „denn wir haben ja ausreichend Platz für die Kinderbetreuung“.

Auch im gemeindlichen Sozialausschuss ist dieses Thema schon einmal diskutiert worden. Und es wurde der Beschluss gefasst, Fragebögen an alle Familien in Burggen zu verteilen. Darin können die Eltern viele Fragen ankreuzen, zum Beispiel

-welche Art der Betreuung sie für ihre Kinder wünschen

-ob sie die Angebote in Burggen überhaupt kennen

-in welchem Umfang die Betreuung erfolgen soll

-wie es mit dem Mittagessen ausschaut

-ob eine Betreuung auch während der Schulferien gewünscht wird

-ob eine therapeutische Förderung notwendig ist

-ob ein Bustransfer von Tannenberg nach Burggen eingerichtet werden soll

-ob die Betreuungskosten in Burggen möglicherweise zu hoch sind.

Derzeit müssen Eltern für einen Krippenplatz in Burggen 169 Euro bezahlen. In Ingenried ist dieser Beitrag wesentlich günstiger. Warum? „Die haben wahrscheinlich eine bessere Auslastung“, vermutet Gemeinderat Konrad Schindler.

Jedenfalls gibt die Gemeinde Burggen bisher schon viel Geld für ihre Kinder aus. 450 000 Euro hat zum Beispiel die neue Krippe gekostet, „und beim Kindergarten zahlen wir jährlich bis zu 150 000 Euro drauf“, musste Bürgermeister Schuster eingestehen.

Was ist zu tun, damit zum Beispiel die Kinder aus Tannenberg den Kindergarten und die Krippe in Burggen besuchen und nicht in Ingenried? Auch da erhofft man sich in Burggen Antworten von der Fragebogenaktion, in die rund 120 Familien eingebunden werden sollen.

„Ich appelliere an die Eltern, dass möglichst alle Fragebögen ausgefüllt wieder zurückgegeben werden“, so Bürgermeister Joseph Schuster. Mit 100 rechnet man auf alle Fälle, damit die Aktion möglichst repräsentativ ist.

Die Verteilung der Fragebögen soll bis zum 6. Februar erfolgen. Die Eltern haben dann eine Woche Zeit zum Ausfüllen und um ihre Wünsche und Anregungen zur Kinderbeteuung in Burggen vorzubringen.

mg

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