Car-Sharing kommt gut an: Gisela Herrmann nutzt das Auto momentan beruflich – irgendwann aber auch privat fra

Car-Sharing kommt in Schongau immer mehr in Mode

Schongau - Im kleinen Rahmen hatte das Projekt "Teil-Auto" im August angefangen. Um das Car-Sharing steht es in Schongau jetzt - rund ein halbes Jahr später - allerdings ganz anders.

„Das Car-Sharing kommt in Schongau wirklich super an“, kann Erich Zimmermann ein halbes Jahr nach der Einführung bestätigen, „mittlerweile haben wir 30 feste Teilnehmer und sogar ein zweites Auto“, so der Vorsitzende des Vereins Ökomobil Pfaffenwinkel, der für das Projekt Car-Sharing verantwortlich ist. Weiter erzählt er, dass das Teil-Auto sogar so gefragt ist, dass er mittlerweile schon die Bedürfnisse und Wünsche seiner Kunden berücksichtigen kann.

Deswegen auch die neueste Anschaffung: Ein Fiat 500 Cabriolet im Austausch gegen den Fiat Punto. „Das mag als erstes vielleicht etwas abstrus klingen, weil es ja schließlich nur ein Auto zum Zweck sein soll“, kann Zimmermann verstehen, „aber warum eigentlich nicht?“, hatte er sich gefragt.

Cabriolet fahren macht den meisten Car-Sharing Teilnehmern schließlich mehr Spaß, und dass es nur ein Zweisitzer ist, stört auch nicht. „Das Auto wird ohnehin alleine genutzt“. Und wenn es doch einmal mit der Familie zum Sonntagsausflug gehen soll, gebe es schließlich noch ein zweites Teil-Auto. Einen Opel Corsa.

„Ob sich der dann auch wirklich rentieren wird, muss sich allerdings erst noch zeigen“, fügt Zimmermann hinzu. Das Projekt steht schließlich erst noch in den Startlöchern. „Bis Ende März wird er den Kunden aber auf jeden Fall noch zur Verfügung stehen“. Ob sie dann immer noch zwischen Cabrio und Viersitzer entscheiden können, wird anhand der Nachfrage entschieden.

Ob Fiat 500 oder Opel Corsa ist einer Car-Sharing Nutzerin jedenfalls egal. Gisela Herrmann nutzt das Auto ohnehin nur beruflich, „im Namen des Betreuten Wohnens der Herzogsägmühle buchen wir ein Teil-Auto mehrmals die Woche“, erzählt sie. Als sie und ihre Kollegen im vergangenen Jahr von dem neuem Projekt gehört hatten, wäre sofort klar gewesen: „Das ist genau das richtige für uns!“

Es sei zwar eigentlich so gedacht gewesen, dass das Teil-Auto nur hin und wieder einmal gemietet werden soll, wenn an einem Tag besonders viele Hausbesuche zu erledigen sind, „dann haben wir es aber doch immer öfter in Anspruch genommen“, erzählt die Kundin. Und so ist es auch diese Woche gewesen, vier Mal haben sie und ihre Kollegen den Wagen gebucht. Zum Vergleich: Geplant waren ursprünglich ein bis zwei Mal pro Woche, „es geht aber so super einfach, ein Teil-Auto zu benutzten“.

Bei der Einführung im August vergangenen Jahres hatte Herrmann deshalb sogar überlegt, dem Car-Sharing auch privat beizutreten, „meinen Mann konnte ich aber bis jetzt noch nicht dazu überreden“, erzählt sie lachend. Das würde schließlich bedeuten, dass der in die Jahre gekommene Zweitwagen der Familie abgegeben werden muss. Den wollen die Herrmanns jetzt aber noch so lange fahren, wie es geht. „Es kann schon sein, dass ich mich danach auch privat beim Car-Sharing anmelde“, so Gisela Herrmann.

Der 31. Vertrag mit Erich Zimmermann könnte also vielleicht schon bald unterschrieben werden.

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