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Am neuen Vasolab für arterielle und venöse Untersuchungen: Dr. Carsten Czuprin (links, hier mit Geschäftsführer Thomas Lippmann) ist neuer Chefarzt der Gefäßchirurgie an den Krankenhäusern Schongau und Weilheim.

Neuer Chefarzt für die Gefäß- und Endovascularchirurgie am Krankenhaus Schongau

Dr. Carsten Czuprin: "Die Gefäßchirurgie etablieren und weiterentwickeln"

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Schongau - Ein weiteres Leuchtturm-Projekt der Krankenhaus GmbH auf dem Weg zum „Gesundheitsversorger 2020“: Mit Dr. Carsten Czuprin hat die Gefäß- und Endovascularchirurgie der Kliniken Schongau und Weilheim einen neuen Chefarzt, der weiter auf Spezialisierung setzt.

Im Zuge der Neuaufstellung der Krankenhaus GmbH haben die Verantwortlichen auch einen Ausbau und die Weiterentwicklung der Gefäß- und Endovascularchirurgie auf den Weg gebracht. Mit Dr. Carsten Czuprin hat die GmbH einen erfahrenen Gefäßchirurgen in den Landkreis geholt, der die Nachfolge von Dr. Michaela Vaeltl angetreten hat.

Der gebürtige Gelsenkirchner sammelte nach seinem Medizinstudium in Essen einige Erfahrungen im Ausland, ehe er seine Facharztausbildung in Wesel und Lübbecke absolvierte. Am Klinikum Stuttgart erlangte er als Oberarzt der Gefäß- und Allgemeinchirurgie mit Zusatzbezeichnung Phlebologie die Auszeichnung als endovasculärer Spezialist. Zuletzt war Czuprin als Leitender Oberarzt in Bad Friedrichshall mit dem Aufbau der Gefäß- und Endovascularchirurgie der SLK-Kliniken Heilbronn betraut.

„Die Bevölkerung und alle niedergelassen Ärzte sollen wissen, dass wir der erste und beste Ansprechpartner in Sachen Gefäßchirurgie sind“, sagt GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann zum Ausbau dieser Abteilung. Czuprin verfügt über ein breites Leistungsspektrum und will mit diesem den Fachbereich weiter voranbringen. „Ich möchte die Gefäßchirurgie mit weiteren Spezialisierungen je nach Körperregionen zunächst am Standort Schongau und im zweiten Schritt am Standort Weilheim etablieren“, sagt der erfahrene Mediziner. „Ziel ist die qualitativ bestmögliche Behandlung der Patienten zur Verbesserung der Lebensqualität, verbunden mit dem kurzmöglichsten Aufenthalt im Krankenhaus.“

Stichworte sind in diesem Zusammenhang minimalinvasive und endoskopische Operations- und Behandlungsverfahren, um die Patienten selbst bei größeren Eingriffen so schonend wie möglich zu behandeln. „Die Gefäßchirurgie soll für die GmbH und in der Region, das heißt auch Landkreis-übergreifend, ein Alleinstellungsmerkmal werden“, so Czuprin.

Das Rüstzeug dafür steht schon bereit: Für rund 500 000 Euro wurde eine gefäßdarstellende Röntgenanlage der neuesten Generation mit 3-D-Technik für die Klinik Schongau angeschafft. „Jetzt können wir im OP auch schwierige Verfahren wie die endovasculäre Behandlung bei Erweiterungen der Bauchschlagader vornehmen“, so Czuprin. Auch dient das neue Gerät als Instrument zur minimalinvasiven Behandlung von Gefäß-Verengungen und -Verschlüssen etwa bei der Schaufensterkrankheit (verengte Beingefäße) und diabetischem Fuß sowie als Qualitätskontrolle nach Eingriffen an der Halsschlagader oder Bypass-Operationen.

Dabei versteht sich der neue Chefarzt nach eigenen Worten als absoluter Teamplayer: „Das Klima hier stimmt, alle Mitarbeiter in der Gefäßchirurgie sind Innovationen gegenüber aufgeschlossen, wollen und ziehen mit, auch wenn der Weg schwierig ist“, sagt Dr. Czuprin, der mittlerweile auch in Schongau wohnt. „Wir haben hier ein junges und engagiertes Team, ich als Chefarzt bin zu 50 Prozent Trainer bzw. Manager, gebe Impulse und leite an.“

Lippmann und Czuprin ist klar, dass die Erweiterung und Verbesserung der Gefäßchirurgie in Schongau Geld kostet. „Natürlich dürfen wir die Wirtschaftlichkeit nicht ausblenden“, sagt Czuprin. „Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wir über die gesteigerte Qualität in der Behandlung verlorengegangene Patienten und Vertrauen zurückholen, dann stimmt am Ende auch das Ergebnis.“

Lippmann fasst dies in Zahlen zusammen: Gab es in den vergangenen Jahren in den Krankenhäusern Schongau und Weilheim pro Jahr zusammen rund 600 gefäßchirurgische Behandlungen, „sollen es in Zukunft 1000 plus sein“, so der Geschäftsführer.

Czuprin möchte die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten in der Region ausbauen und intensivieren: „Für ambulante Untersuchungen steht ein neues Vasolab bereit, das schnelle Diagnostik und daraus resultierende Therapieplanung zur Wiederherstellung und Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten ermöglicht“, so Czuprin. Zudem sollen in enger Kooperation mit den Dialysepraxen in der Region Eingriffe wie Dialyse-Shunt-Operationen bei Patienten mit Nierenversagen durchgeführt werden.

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