Ekel-Alarm bei Fleischhersteller: Firma stoppt sofort Produktion - Schaden in Millionenhöhe

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Die Chefin freut sich auf das erste Baby

Schongau - Der erste Meilenstein beim 19 Millionen Euro teuren Umbau des Krankenhauses Schongau ist erreicht. Gestern wurde Richtfest für die neue Geburtshilfe gefeiert.

Er sei ein „Pünktlichkeitsfanatiker“, sagte Landrat Friedrich Zeller gestern beim Hebauf und entschuldigte sich gleichzeitig, dass man die rund 50 Festgäste, vor allem Handwerker, eine Viertelstunde warten ließ - die Aufsichtsratssitzung der Krankenhaus GmbH hatte länger gedauert. Viel wichtiger aber ist, dass die Bauarbeiten im Zeitplan liegen. Und danach hatte es zu Beginn nicht unbedingt ausgesehen, wie Krankenhaus-Chefin Elisabeth Ulmer erinnerte. Denn nach dem Spatenstich im November habe man vor Weihnachten nur noch 35 Pfähle für die aufgeständerte Geburtshilfe einrammen können, vier Wochen habe das Wetter gekostet. „Die Bauarbeiter haben tolle Arbeit geleistet“, lobten Zeller und Ulmer unisono. Es komme nicht oft vor, dass bei derartig komplizierten Bauvorhaben sowohl die Kosten als auch der Zeitplan eingehalten werden. Beide Maßnahmen kosten zusammen rund sechs Millionen Euro, der Landkreis trägt ein Drittel der Kosten.

Bei einem Rundgang durch die Baustelle bekamen die Festgäste zu sehen, was das Schongauer Krankenhaus künftig anbieten kann. Die Entbindungsstation wird dann auf dem neuesten Stand sein, mit Entbindungsbad, zwei neuen Kreißsälen, einem Hebammen- und einem Arztzimmer sowie einem Reanimationsraum für Neugeborene. Beleghebammen und -ärzte waren bei der Innenausstattung eng eingebunden. „Wir sind schon gespannt, wann das erste Kind in den neuen Räumen geboren wird“, sagte Ulmer. Bereits im August soll die Liegendeinfahrt, die derzeit in den Wirtschaftshof verlegt wurde, wieder an den alten Platz unterhalb der Geburtshilfe verlegt werden.

Gleichzeitig wird die Intensivstation umgebaut, die fast 20 Jahre lang ein Dauer-Provisorium war und sich künftig unmittelbar neben dem OP-Bereich befindet. „Der Innenausbau läuft auf vollen Touren“, sagte Bauleiter Lothar Ragaller. „In den Bädern werden bereits die Fliesen verlegt, und in den nächsten Tagen beginnen die Bodenbelagsarbeiten.“ Elf Patientenbetten wird die neue Intensivstation künftig haben, „da gibt es mehr Bewegungsfreiheit“, so Ulmer.

Weil die Arbeiten im rückwärtigen Bereich stattfinden, bekomme der Bürger wenig davon mit, sagte Zeller. „Ich selbst gehe auch oft dort spazieren und sehe nichts. Aber alles kommt den Bürgern zu Gute, die im Schongauer Krankenhaus erstklassig versorgt werden.“ Auch Ulmer betonte, wie wichtig die Umbaumaßnahmen für die Zukunft des Krankenhauses sind. Und die jetzige Maßnahme wird nicht die letzte sein: Die Krankenhaus-Chefin blickte bereits voraus ins nächste Jahr, wenn mit dem Abriss des südlichen Bettenhauses aus dem Jahr 1954 der größte Brocken ansteht. Dreibettzimmer gehören dann der Vergangenheit an. In der Neubauzeit werden die Patienten in einem Interimsbau untergebracht. „Damit stellen wir sicher, dass der Krankenhausbetrieb uneingeschränkt weiter gehen kann“, sagte Ulmer.

Boris Forstner

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