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Für die Chor- und Orchesterwochen in der Wies extra aus England angereist

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Gut organisiert: Bei allen Proben zum Orchesterstück steht Kathrin Heymann mit ihrem Flötensolo im Mittelpunkt. can
Gut organisiert: Bei allen Proben zum Orchesterstück steht Kathrin Heymann mit ihrem Flötensolo im Mittelpunkt. can

Wies - Klappe die fünfte, heißt es derzeit bei den Chor- und Orchesterwochen der Werkgemeinschaft Musik in der Landvolkshochschule Wies.

„Unser Ziel ist es, Menschen aller Generationen zusammen zu bringen und deren Horizont nicht nur in der Musik, sondern auch auf spiritueller Ebene zu erweitern“, erklärt Vereinsvorsitzende Ursula Bongard. Neben Proben von Orchester und Chor findet auch täglich ein gemeinsamer Gottesdienst statt. „Uns gegenseitig neue Denkanstöße geben und einfach eine intensive und interessante Zeit in der Gemeinschaft haben, das ist mir wichtig“, sagt Bongard.

Und das wünscht sich auch Kathrin Heymann. Sie ist mit ihrer vierjährigen Tochter Nina sogar bis aus England angereist. Seit vielen Jahren lebt die gebürtige Kielerin schon in Brighton und freut sich, auf diesem Weg auch einmal den Süden Deutschlands kennenzulernen. „Ich sehe die Reise mehr als musikalischen Familienurlaub und weniger als knallharte Probewoche“, erzählt die Querflötenspielerin. Ihre Eltern und ihr Bruder sind nämlich auch unter den rund 50 Teilnehmern.

Mit dabei ist auch Wolfgang Puwalla aus Potsdam. Seit zwanzig Jahren nimmt er regelmäßig an Veranstaltungen der Werkgemeinschaft Musik teil. „Ich hatte damals einfach Lust zu singen“, erinnert sich der Rentner. Außerdem wollte er für sich etwas Neues dazu lernen. Und das sei ihm auch gelungen: Vom Blatt singen, dirigieren und ein wenig Stimmbildung gehören zu seinen persönlichen Erfolgen bei der Chor- und Orchesterwoche.

Einen nicht ganz so weiten Anreiseweg hatte die 19-jährige Judith Grünthaler. Die junge Geigenspielerin kommt aus Böbing und ist zum ersten Mal bei der Musikwoche dabei. „Ich wollte hier einfach nur für mich mitmachen“, gesteht sie. Die Gelegenheit, mit anderen zu musizieren und Teil eines Orchesters zu sein, bekommt man nicht so oft, erzählt Grünthaler. Im Herbst beginnt sie mit ihrem Studium für elementare Musikpädagogik und sieht die Probenwoche als Vorbereitung.

„Hier geht es richtig locker zu, wir verstehen uns alle total gut und sitzen auch abends nach den Proben noch zusammen“, erzählt Heymann. Und mit ihrer kleinen Tochter ist sie hier bei der Probenwoche genau richtig.

Doch die Teilnehmer sind natürlich nicht nur zum Urlaub machen hergekommen. Bis zum Ende der Woche soll schließlich ein Konzert auf die Beine gestellt werden. „Und das soll weitgehend anhörbar sein“, witzelt Bongard. Doch erfahrungsgemäß ist das Ergebnis der Chor- und Orchesterwoche der Werkgemeinschaft Musik auf hohem Niveau. Diesmal steht eine Gospelmesse von Ralf Gößler und eine Kantate von Felix Mendelssohn Bartholdy als Gemeinschaftsprojekt von Chor und Orchester auf dem Programm.

Außerdem wird ein Orchesterstück von Mozart und Telemann mit einem großen Solopart für Querflöte zu hören sein. Diesen wird Kathrin Heymann übernehmen. „Ein bisschen Nervosität ist vor einem Konzert natürlich immer dabei“, gibt Heymann zu. Doch „die Proben laufen super. Alle Teilnehmer sind hochmotiviert“, freut sich Bongard.

Das Konzert zum Ende der Probenwoche findet am heutigen Freitag, 24. August, um 16 Uhr in der Wieskirche statt.

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