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Der Radweg zwischen Peiting und Herzogsägmühle bekommt eine Beleuchtung.

Marktgemeinderat

Cleveres Licht auch nach Herzogsägmühle

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Herzogsägmühle - Umstritten ist die Straßenbeleuchtung für Fußgänger und Radler zwischen Herzogsägmühle und Peiting schon lang. Jetzt hat sich der Gemeinderat durchgerugen, sie zu realisieren. Aber nur, weil das Diakoniedorf kräftig mitzahlt.

Bereits vor Jahren stand die Beleuchtung der Wanderhofstraße auf der Agenda des Marktgemeinderates. Konkret geht es um den Abschnitt ab dem kleinen Kreisverkehr auf Höhe Hochweg bis zum Anwesen Wanderhofstraße 68. Und auch im Januar wurde erneut darüber diskutiert. Auf Antrag der Grünen. Sie schlugen vor, den Weg mit einer durchgängigen, dämmbaren LED-Fußwegbeleuchtung mit Nachtabsenkung auszustatten. Gescheitert ist es beide Male am Geld – mit der konkreten Forderung, dass sich Herzogsägmühle beteiligen möge.

Nun ist es soweit, das Diakoniedorf ist bereit, 50 Prozent der Kosten zu übernehmen. Darum hat das Gremium bei seiner alljährlichen Sitzung im Rainer-Endisch-Saal beschlossen, die erforderlichen Mittel für das Haushaltsjahr 2017 in Höhe von rund 86 000 Euro einzuplanen und Herzogsägmühle zu beteiligen.

Im Vorfeld wurde ermittelt, dass 23 sechs Meter hohe Stahlrohrmasten bestückt mit einer LED-Leuchte mit Cleverlight-Technik (mit Bewegungsmelder, wie sie auf der Strecke zwischen Schongau und Peiting derzeit installiert werden) benötigt würden. Die Verkabelung wird erdverlegt.

Beschluss mit zwei Gegenstimmen

Bei seiner konträren Meinung, wie schon in der Januar-Sitzung, bleibt Andreas Barnsteiner (BVP): „Wir brauchen nicht überall eine Beleuchtung. Wenn es finster wird, sollen bestimmte Personen da sein, wo sie hingehören, und nicht zwischen Peiting und Herzogsägmühle spazieren gehen.“ Und das am besten bereits um 20 Uhr. Eine Sperrstunde gebe es im Diakoniedorf aber nicht, betonte Direktor Wilfried Knorr. „Wir sind eine selbstbestimmtes Volk. Jeder darf das tun, was er will und dazu gehört auch, mal in Peiting in die Kneipe zu gehen“, sagte er deutlich. Zudem würde er immer wieder auf die Beleuchtung angesprochen. „Viele wollen wissen, wann sie endlich kommt. Vor allem Frauen haben Angst, in der Dunkelheit nach Hause zu gehen“, bekräftigte Knorr die Dringlichkeit des Antrags.

„Zugegebenermaßen war ich auch anfangs skeptisch, ob es wirklich nötig ist“, räumte Bürgermeister Michael Asam ein. Denn an vielen Stellen in der Marktgemeinde gebe es solche dunklen Ecken. Jedoch seien an der der Wanderhofstraße viel Verkehr und auch Spaziergänger. „Ich wünsche mit das Licht auch aus Eigenschutz als Autofahrer“, ergänzte Michael Deibler (CSU). Und für Herbert Salzmann (SPD) ist dieser Beschluss die logische Schlussfolgerung: „Die Zeit ist reif. Schließlich setzen wir die Lampen an der Schongauer Straße ja auch um und hier wirken wir dann im Sinne der Inklusion.“ Es sei ein positives Signal, um Peiting und Herzogsägmühle näher zusammenzubringen, sagte Peter Ostenrieder (CSU) noch.

Und so einigte sich das Gremium mit zwei Gegenstimmen darauf, die Ausleuchtung entlang der Wanderhofstraße anzugehen.

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