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Volles Haus: Die Eröffnung des „Moritz“ am Schongauer Volksfestplatz ließ sich kaum einer entgehen.

Volles Haus zum Auftakt

1000 Partygänger feiern bei"Moritz"-Eröffnung

Schongau - Schongau hat wieder einen Nachtclub. Nach Monaten des Umbaus, ist die einzige Schongauer Diskothek unten am Volksfestplatz wieder geöffnet - und durfte sich gleich über ein volles Haus freuen. 

Wo Ende März, nach gut zehn Jahren Partygeschichte, die allerletzte Sause im damaligen „PS“ stattfand, feierten am Samstagabend knapp 1000 Gäste die Eröffnung des „Moritz“. Eine fulminante Nacht, wie sie Schongau lange nicht mehr gesehen hat.

Gekommen waren junge Leute aus dem ganzen Landkreis und weit darüber hinaus, die bis 5 Uhr Früh die Sau raus ließen. Die Tanzfläche war stets übervoll mit ausgelassen zappelnden Grüppchen, andere Gäste tummelten sich an der Bar. Zwei leicht bekleidete Tänzerinnen heizten der ohnehin aufgedrehten Menge ein.

Bereits um 21 Uhr, als Claus Moritz seinen Nachtclub aufsperrte, standen die Leute Schlange vor dem Eingang, warteten auf Einlass. Die Stimmung knisterte, denn jeder war neugierig. Neugierig auf das, was der Clubchef, der bereits sowohl das Lagerhaus in der Schongauer Altstadt, als auch eine Disko in Landsberg (ebenfalls „Moritz“) betreibt, aus dem Tanzschuppen am Lech gemacht hat. Quadratmetermäßig hat sich nach der Renovierung nichts geändert. Auch von außen mutet alles an, wie früher. Doch innen: schicker, großzügiger und neu sortiert.

Aus einer langen Bar an der Wand, wurden zwei quadratische in der Mitte des Raumes. Mehrere Säulen und Stufen mussten beim Umbau weichen. Dadurch wirkt der nun größtenteils ebenerdige Raum wesentlich größer, als zuvor, und durch hellere Farben und glänzende Oberflächen freundlicher. Das DJ-Pult ist gewandert. Und zwar zwischen Tanzfläche, die sich weiterhin in der Mitte befindet, und VIP-Bereich an der hintersten Wand. Ja richtig gehört: Im „Moritz“ gibt es einen VIP-Bereich. Sofas mit Tischchen für die Riesenwodkaflasche stehen dort bereit. Aber nur für geladene Gäste mit Extra-Bändchen.

Noch aber ist der Umbau nicht komplett, wie Inhaber Claus Moritz berichtet. Noch hängen Kabel von der Decke. „Die Lichtanlage ist nicht fertig. Deshalb war es recht dunkel. Außerdem müssen wir was an der Lüftung machen“, resümierte Moritz nach der Party. Keine schlechte Idee. Es war glühend heiß im Raum, stickig und schwitzig. Auch an seiner DVD-Auswahl sollte Moritz noch feilen. Mehrmals hintereinander flimmerte ein Live-Konzert des „Volks-Rock’n’Rollers“ Andreas Gabalier über die Leinwand – unpassend.

Claus Moritz jedenfalls, ist glücklich mit dem Auftakt: „Mit diesem Ansturm habe ich nicht gerechnet. Schön war, dass die Leute alle so gut drauf waren, total lässig und locker.“ Ab sofort ist das „Moritz“ in Schongau jeden Freitag und Samstag geöffnet.

Wie es aber mit dem „Moritz“ in Landsberg weitergeht, ist unklar. Die Stadt will nur noch zwei Tanzveranstaltungen pro Monat erlauben, eine Klage von Claus Moritz scheiterte erst diese Woche. „Ich gehe in Revision. Dann schauen wir, wie es weitergeht “, so der Clubchef betont unbesorgt. 

Carolin Nuscheler

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