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Nur ein Provisorium: Container vor dem Kindergarten in Denklingen. 

Hoher Bedarf

Denklingen baut Kita für acht Gruppen

Acht Gruppen soll die Kindertagesstätte bekommen, die in Denklingen neu gebaut wird. Damit wird sie deutlich größer als der bisherige Kindergarten an der Bischof-Müller-Straße. Die künftige Einrichtung wird damit zu den größten ihrer Art im Bereich Landsberg und Schongau gehören.

Denklingen – Noch bis zum heutigen Montag können sich Architekten beim Bauherrn – das ist die Gemeinde Denklingen – bewerben. Der Projektsteuerer, es ist das Büro Meixner und Partner aus Augsburg, betreut das Verfahren zur Architektenfindung und wird unter den Bewerbern eine Vorauswahl treffen.

Mitte November ist der Termin für die ganztägige Vergabeverhandlung. Dazu werden voraussichtlich zwischen drei und fünf Bewerber eingeladen. Fachliche Preisrichter, wie sie etwa 2015 beim Architektenwettbewerb für das Bürger- und Vereinezentrum berufen wurden, werden in diesem Fall nicht hinzugezogen. Denn es handelt sich um ein VgV-Verfahren und um keinen großen Architektenwettbewerb. VgV bedeutet, dass man sich für das bauliche Projekt an dem Leitfaden zu orientieren hat, der die Vergabe von Architektenleistungen oberhalb eines Schwellenwerts vorgibt. Das ist dann der Fall, wenn das Honorar den Betrag von 221 000 Euro übersteigt.

Das trifft auch zu auf das Projekt des neuen Denklinger Kindergartens. Genaue Kosten liegen noch nicht vor. Nach dem aktuellen Umbau des Gasthofs Hirsch zum Rathaus, neben der neuen Wasserversorgung und neben dem geplanten Bürger- und Vereinezentrum wird es das vierte große Vorhaben in der Gemeinde, dessen Kosten wohl über fünf Millionen Euro liegen.

Die Gemeinde lehnt, wie schon berichtet, eine Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Maria Schutz an der Bischof-Müller-Straße ab, dessen Gebäude aus den siebziger Jahren stammt und an dem mehrfach um- und angebaut wurde. Dabei wird der bisherige Standort als nahezu optimal betrachtet: an einer ruhigen Seitennahe nahe zur Mehrzweckhalle und nahe zur Grundschule.

Die Gemeinde möchte freilich 400 Meter weiter südlich auf einem Grundstück zwischen Haupt- und Birkenstraße eine neue Tagesstätte errichten. Baubeginn könnte im Jahr 2020 sein. Das Grundstück gehört der Gemeinde; dort war früher der Rathausneubau vorgesehen, der aber durch einen Bürgerentscheid zu Fall gebracht wurde.

Warum wird der neue Kindergarten mit fünf Regelgruppen (für Buben und Mädchen ab drei Jahren) und mit drei Krippengruppen wesentlich größer gebaut als die bisherige Einrichtung an der Bischof-Müller-Straße? Der geschäftsleitende Beamte Johann Hartmann erklärt im Gespräch mit der Heimatzeitung, dass der Bedarf zusammen mit dem Jugendamt im Landratsamt ermittelt worden sei, wobei die Zahl der neu geborenen Kinder und eine Prognose zu den Baugebieten die Anhaltspunkte darstellen. Zu bedenken sei, dass manche Eltern ihre Kinder aus Denklingen, Epfach und Dienhausen bislang auch in Tagesstätten anderer Gemeinden wie Reichling oder Kinsau bringen.

Die Zahl der Buben und Mädchen im Denklinger Kindergarten liegt in den letzten Jahren immer so zwischen 90 und 100. Das neue Gebäude soll auf fünf Regelgruppen (jeweils bis zu 25 Kinder zwischen drei und sechs Jahren) und bis zu drei Krippengruppen (bis zu 15 kleine Kinder) ausgelegt sein.

Johannes Jais

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