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Erklärungen des Preisträgers: Peter Wich vom Büro terra.nova (München). Dahinter Rolf Lynen, (Vorsitzender im Preisgericht), geschäftsleitender Beamter Johann Hartmann und Johannes Ried, Tiefbaureferent beim Landkreis Landsberg. Rechts Bürgermeister Michael. Kießling.

Wettbewerb zur Dorfmitte

Ideen für Rathausplatz

Als Ideenschmiede dafür, wie die Dorfmitte von Denklingen rund um das künftige Rathaus im ehemaligen Gasthof Hirsch gestaltet werden kann, ist der Realisierungswettbewerb zu sehen.

Denklingen – Das Preisgericht hat aus 22 Vorschlägen, die eingereicht wurden, 15 zur Ausarbeitung eingeladen. Durchsetzen konnte sich das Büro terra.nova aus München. Die Entscheidung war „sehr eindeutig“, schilderte Rolf Lynen, der Stadtplaner und Landschaftsarchitekt in Freising ist und als Vorsitzender des Preisgerichts für den Wettbewerb in Denklingen fungierte.

Dem Ziel, den Dorfkern weiter zu beleben, sei man in Denklingen „einen großen Schritt nähergekommen“, sagte Bürgermeister Michael Kießling bei der Preisverleihung in der Mehrzweckhalle. Zum einen sei die Bürgerinitiative kurz davor, die Nahversorgung vor Ort mit einem Dorfladen ins Leben zu rufen. Zum anderen werde das denkmalgeschützte Gasthaus Hirsch zum Rathaus umgebaut. Für den Außenbereich rund ums neue Rathaus hat die Gemeinde einen Realisierungswettbewerb ausgelobt. So soll der Planer für die Aufgabe gefunden werden. Der Wettbewerb ist auch Auflage dafür, dass die Regierung von Oberbayern aus dem Topf der Städtebauförderung eine Förderung gewährt.

Vorplatz soll zum Verweilen einladen

Die Gestaltung der neuen Dorfmitte ist mit gut einer Million Euro veranschlagt. „Das Ergebnis des Wettbewerbs zeigt einen gelungen Entwurf“, kommentierte Bürgermeister Kießling. Der Vorschlag des Büros terra.nova ermögliche eine barrierefreie Erschließung des Rathauses, werte das Kriegerdenkmal auf und ziele auf Verkehrsberuhigung ab. Die Gestaltung des Rathausvorplatzes – mit Holzbrunnen und Sitzbank – lade zum Verweilen ein.

Die Realisierung der neuen Dorfmitte sei eine „komplexe Aufgabe“, bekundete Rolf Lynen, der bei dem Wettbewerb Vorsitzender des Preisgerichts war. Die gleiche Aufgabe hatte er bereits vor drei Jahren bei einem Gremium inne, das unter den eingereichten Arbeiten einen Vorschlag zum Epfacher Friedhof aussuchen musste.

Bei der Gestaltung der Dorfmitte in Denklingen spielen viele Punkte eine Rolle. Lynen erwähnte den barrierefreien Zugang auf der Nord- und auf der Südseite des Rathauses, die Belebung des Platzes, die Bushaltestelle, den Straßenverlauf oder die Zufahrt zu einem privaten Wirtschaftsgebäude auf der Ostseite. Der Vorsitzende des Preisgerichts gab dem Gewinner des Realisierungswettbewerbs mit auf den Weg, beim Straßenverlauf „nicht mit Pflaster zu arbeiten“. „Das ist eine Diskussion, die wir führen müssen“, meinte Peter Wich. Er ist mit seinem Bruder Martin Gesellschafter des Münchner Büros terra.nova, das 14 Angestellte zählt. „Der Landkreis wehrt sich gegen ein Pflaster, das er selbst unterhalten muss“, sagte Johannes Ried, der Tiefbaureferent des Landkreises. Die Hauptstraße Richtung Schwabsoien ist eine Kreisstraße. Die Barrierefreiheit am Rathaus sei mit einer Anhebung der Straße um 20 Zentimeter und einem leichten Anstieg von zwei bis drei Prozent vor dem Rathaus zu erreichen, erklärte Peter Wich.

Arbeiten können besichtigt werden

Allgemein Anerkennung fand im Preisgericht die Idee, mehr Platz vor dem Kriegerdenkmal zu schaffen, die Hauptstraße dort leicht nach Osten zu verschwenken und an einer Stelle auf 5,50 Meter zu verengen.

Das Preisgeld für den Gewinner beträgt 18 000 Euro. Ein zweiter Platz wurde nicht vergeben. Den dritten Platz (Preisgeld jeweils 8500 Euro) teilen sich das Büro Stötzer Landschaftsarchitekten (Freiburg) und das die Landschaftsarchitekten Graber/Huber/Lipp aus Freising.

Nach der Preisverleihung können die Arbeiten noch bis Sonntag, 5. Februar, täglich zwischen 8 Uhr und 16 Uhr in der Mehrzweckhalle besichtigt werden. Das Preisgericht wird sich am 28. Februar erneut zusammensetzten. Dann prüft das Gremium, neben dem Bürgermeister die drei Gemeinderäte Anita Gropp, Wolfgang Martin und Regina Wölfl, Kriterien wie die Leistungsfähigkeit der Büros und vergeben dafür Punkte wie für die Ideen zur Dorfmitte.

Johannes Jais

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