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So soll das Denklinger Bürger- und Vereinezentrum aussehen. Der Zeitpunkt, an dem es mit dem Bau losgeht, rückt näher. Zwei Drittel der Vergaben sind erfolgt. Das Bild zeigt eine Ansicht von Südwesten.

Bürger- und Vereinezentrum Denklingen: Erste Aufträge sind vergeben

Denklingen – Dickes Vergabepaket für den Neubau des Bürger- und Vereinezentrums in Denklingen: Zwei Drittel der Aufträge sind von den Denklinger Gemeinderäten jetzt beschlossen worden – im Volumen von 7,35 Millionen Euro. Gegenüber der Kostenschätzung des Architekten bedeutet das eine Ersparnis von 993 000 Euro.

Bürgermeister Andreas Braunegger sprach in der jüngsten Gemeinderatssitzung davon, dass der Zeitpunkt der Ausschreibung im Herbst vergangenen Jahres optimal gewesen sei. Da hätten mehrere Firmen noch Arbeit für das Jahr 2020 gebraucht. Dies sei der wesentliche Grund dafür, dass die Angebote deutlich unter dem Ansatz geblieben seien.

Zwölf Mal hat die Mehrheit (zehn Stimmen) bei den einzelnen Gewerken die Hand gehoben. Nur Anita Gropp stimmte jedes Mal mit „Nein“, weil sie wegen des Bürger- und Vereinezentrums die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde in der Zukunft gefährdet sieht. In der Sitzung fehlten zudem vier Räte entschuldigt: Ein Rat von der CSU/Freie Bürger sowie drei von der Dienhauser Liste, von der nur Alexander Seelos anwesend war.

Die Kostenschätzung des Architekten Michael Riedle aus Hohenfurch lag bisher bei 13,4 Millionen Euro. Die Zahl kann nach der Ausschreibung und den beschlossenen Vergaben auf 12,5 Millionen Euro aktualisiert werden.

Zwischen März und Juni wird das zweite Vergabepaket geschnürt, das gemäß Kostenschätzung ein finanzielles Volumen von fünf Millionen Euro hat. Für das Bürger- und Vereinezentrum ist für die Jahre 2020 und 2021 eine Bauzeit von 18 Monaten veranschlagt.

Die öffentliche Ausschreibung des ersten Paketes musste wegen des Volumens europaweit erfolgen. Immerhin kamen drei regionale Firmen zum Zug, zwei aus Schongau und eine aus Denklingen. Aus dem Bereich Landsberg war das Interesse an der Ausschreibung vergleichsweise gering, wie zu erfahren war.

Die Baumeisterarbeiten für das Gebäude wird die Firma Haseitl aus Schongau für 1,33 Millionen Euro ausführen. Die Firma Strommer, gleich in der Nachbarschaft von Haseitl Bau im Gewerbegebiet in Schongau-Ost angesiedelt, wird schon im Frühjahr mit ihren Baggern am Buchweg in Denklingen anrücken. Sie erledigt nämlich den Erdbau für 317 000 Euro. Außerdem sorgt die Firma Strommer für die technischen Anlagen im Außenbereich zum Preis von 380 000 Euro, wozu zum Beispiel die Leitung zum Stadel mit der Hackschnitzelheizung zählt.

Den größten Einzelauftrag erhielt die Firma Kutter aus Memmingen für den Bereich Garten- und Landschaftsbau. Dieses Paket hat ein Volumen von 1,85 Millionen Euro. Dazu gehören die Parkplätze ebenso wie der Fußballplatz und der Kunstrasenplatz auf der Südseite. Das dritte Feld, der Trainingsplatz, wird vom Sportverein VfL Denklingen übernommen. So ist es mit der Gemeinde abgesprochen.

Den kürzesten Weg zur Baustelle haben freilich die Handwerker der Firma Erich Schleich aus Denklingen: Sie sorgen für die Sanitärtechnik. Veranschlagt sind dafür 278 000 Euro. Kommentar des Denklinger Bürgermeisters: „Auch hier haben wir eine renommierte Firma.“

Freilich müsse sich noch herausstellen, „wie gut die Fachplaner im Vorfeld gearbeitet haben“, setzte der Rathauschef hinterher. Ein anderer Aspekt sei, ob sich kurzfristig noch Änderungen im Ablauf ergeben.

Stichwort Fachplaner: Da haben sich die Denklinger Gemeinderäte noch die Innenarchitektin Brigitte Walther ins Boot geholt. Ihre Handschrift wird erkennbar sein, wenn es um die Einrichtung im Saal, in der Gastronomie, in der Bar und rund um die Türen im Gebäude geht. 

Johannes Jais

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