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Bürgermeister-Kandidat Andreas Braunegger aus Denklingen: Auf dem Stimmzettel steht offiziell nur sein Name.

Bürgermeister-Kandidat Andreas Braunegger zu Wahl in Denklingen:

„Noch längst keine gmahde Wiesn“

Denklingen - Auch wenn es nur einen offiziellen Kandidaten gibt: Es soll sich niemand denken, dass die Denklinger Bürgermeisterwahl am Sonntag, 14. Januar, eine gmahde Wiesn sei bzw. längst entschieden sei. Dies bekräftigt Andreas Braunegger, der als Kandidat der CSU, der Freien Bürger und der Freien Wählergemeinschaft Denklingen antritt.

Es sei wichtig, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger  am 14. Januar ihre Stimme abgeben. sagt der  50-Jährige  im Interview mit der Heimatzeitung. Wir haben bei Braunegger nachgefragt. 

-Wie sieht der Wahlkampf aus?

Ich werde Anfang Januar an alle Haushalte in Denklingen, Epfach und Dienhausen Anfang Januar eine Beschreibung zu meiner Person als Information für die Bürger herausgeben. Ich stelle mich als Person vor und informiere jeden Bürger unserer Gemeinde über meinen bisherigen Werdegang. Kurz werde ich erklären, was mich veranlasst, als Kandidat für das Bürgermeisteramt zur Verfügung zu stehen und welche Ziele und Werte mich antreiben.

-Die da wären?

Dass ich Projekte, die in der Gemeinde Denklingen auf der Agenda stehen, weiterführe. Wie z.B. die große Investition der neuen Wasserversorgung. Oder das Bürger- und Vereinszentrum, wozu noch eine aktualisierte Planung vorgelegt wird, in die ich mich noch einarbeiten werde. Damit dazu eine optimale und gut umsetzbare Lösung herbeigeführt wird, die dem wirtschaftlichen Anspruch unbedingt gerecht wird und dann auch so umgesetzt werden kann. Darum wird es im Februar auch auf einer Klausur des Gemeinderates gehen.

-Werden Sie in Epfach mehr Plakate aufhängen als in Denklingen?

Ich habe mich für eine Information an die Bürger entschieden, weil diese ausführlicher ist wie ein Plakat. Viele Bürger der Gemeinde kennen mich bereits.

-Wie gehen Sie damit um, dass es nur einen einzigen offiziellen Bewerber für die Bürgermeisterwahl gibt, nämlich Sie?

Diese Tatsache verpflichtet mich noch mehr den Ansprüchen aller Bürger in unseren drei Dörfern, die zu unserer Gemeinde gehören, gerecht zu werden und eine sehr gute Gemeindepolitik zu betreiben. Aus diesen Gründen möchte ich mich auch besonders darum bemühen und wird es mir stets ein Ansinnen sein, allen Bürgerinteressen gleichermaßen, gerecht und mit Offenheit zu begegnen. Mir wäre lieber, ich hätte einen Mitbewerber. Ganz wichtig ist, dass die Leute zur Wahl gehen. Es soll ja keiner meinen, die Wahl wäre schon entschieden, da brauch ich nicht hingehen. Ich brauche jede Stimme. Ziel sollte schon eine hohe Wahlbeteiligung sein – auch ohne offiziellen zweiten Kandidaten.

-Ist die leere Zeile auf dem Stimmzettel, wo Bürger einen anderen Namen drauf schreiben können, die große Unbekannte?

Dazu kann ich keine Aussage machen. Das entscheiden die Wähler.

-Wie bewerten Sie mit ein paar Wochen Abstand die Epfacher Aufstellungsversammlung, wo Sie auf die Liste wollten, aber mehr für Meinrad Klein votiert haben?

Das ist Demokratie. Schade. Meinrad Klein hätte hier die Möglichkeit gehabt, als Kandidat zur Bürgermeisterwahl anzutreten.

-Was machen Sie noch alles bis zur Bürgermeisterwahl?

Ich habe meinen 50. Geburtstag gefeiert und die besinnliche Zeit zum Jahresende mit meiner Familie verbracht, um dann mit neuen Energien im neuen Jahr wieder starten zu können.

-Auf der Aufstellungsversammlung in Epfach haben Sie zu Gerüchten über die finanzielle Lage des Autohauses, wo Sie Geschäftsführer sind, Stellung bezogen?

Ich bewerbe mich um das Amt des Bürgermeisters aus Überzeugung. Das Unternehmen, das ich erfolgreich aufgebaut habe, steht meinem Nachfolger in einer guten wirtschaftlichen Situation zur Verfügung. Mein Geschäftspartner und ich verstehen uns sehr gut und werden diese gute menschliche Verbindung auch in Zukunft aufrechterhalten. Dem Gerücht, dass sich meine Firma in einer finanziellen Schieflage befindet, kann ich mit Nachdruck entgegensetzen, dass es sich hierbei sicher nur um ein Gerücht handelt.

-Wenn Sie gewählt werden: Wie geht es dann im Autohaus weiter?

Falls ich zum hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Denklingen gewählt werde, gibt es einen Nachfolger, der meine Aufgabengebiete übernehmen wird.

-Aber Sie sind ja auch Gesellschafter im Autohaus?

Ja. Meine Gesellschaftsanteile werden auf meinen Geschäftspartner übertragen.

Die Fragen stellte  Johannes Jais

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