Bürgermeister-Wahl in Denklingen

2100 Stimmberechtigte haben am Sonntag in Denklingen die Wahl

Die Denklinger müssen entscheiden: Sie wählen an diesem Sonntag, 14. Januar, einen neuen Bürgermeister, nachdem Amtsinhaber Michael Kießling in den Bundestag eingezogen ist. Auf dem Wahlzettel steht nur der Name von Andreas Braunegger.

Denklingen – In der Gemeinde Denklingen kommt es nicht das erste Mal vor, dass zur Bürgermeisterwahl nur ein Name auf dem Stimmzettel steht. Das war auch 1990 so. Damals war Viktoria Horber die einzige offizielle Bewerberin. Der Unterschied zur jetzigen Situation: Horber war bereits sechs Jahre im Amt und stellte sich der Wiederwahl.

Bei Andreas Braunegger (50), Kaufmann und Geschäftsführer in einem Autohaus in Hohenfurch, ist es anders. Er tritt das erste Mal für den Chefsessel im Rathaus an.

Wie berichtet, ist Braunegger der gemeinsame Wahlvorschlag von CSU/Freien Wählern und Freier Wählergemeinschaft Denklingen. Zur Bürgermeisterwahl am Sonntag ist gut 2100 stimmberechtigten Bürgern aus Denklingen, Dienhausen und Epfach die Wahlbenachrichtigung zugestellt worden. Es gibt vier Stimmbezirke. Zu den drei Wahllokalen, die am Sonntag in Epfach im Pfarrheim, in Denklingen in der Mehrzweckhalle und in Dienhausen im Feuerwehrhaus von 8 bis 18 Uhr geöffnet sind, kommt am Sonntagabend noch die Auszählung der Briefwahl dazu.

Andreas Braunegger will neuer DenklingerBürgermeister werden.

Mit Stand vom gestrigen Freitag lag die Zahl der Briefwähler bei 217, wie Johann Hartmann informiert. Der geschäftsleitende Beamte hat die Aufgabe des Wahlvorstandes übernommen. Eine Online-Beantragung ist seit Donnerstagabend nicht mehr möglich, weil die Zusendung wohl nicht mehr rechtzeitig ankommen würde. Aber man konnte bis Freitagnachmittag im Rathaus noch den Stimmzettel abholen, wenn sich der Betroffene für die Briefwahl entschieden hat.

Es wird damit gerechnet, dass die Auszählung am Sonntagabend schnell erfolgt und bald nach Schließung der Wahllokale das Ergebnis feststeht. Der gemeindliche Wahlausschuss, ein fünfköpfiges Gremium unter der Leitung von Johann Hartmann, wird um 20.30 Uhr im Rathaus zusammentreten und das amtliche Endergebnis feststellen.

Notwendig wurde die vorgezogene Bürgermeisterwahl, weil der bisherige Rathauschef Michael Kießling (von Mai 2014 bis September 2017 im Amt) im Herbst in den Bundestag in Berlin eingezogen ist – als Direktkandidat für den neuen Stimmkreis Starnberg-Landsberg.

Obwohl auf dem Stimmzettel zur Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters von Denklingen am Sonntag nur der Name von Andreas Braunegger steht, ist ein anderer Vorschlag durchaus möglich. Denn weiter unten heißt es in einer eigenen Zeile „Erster Bürgermeister soll werden …“ Dort können Bürger, die ihr Kreuz nicht hinter dem offiziellen Bewerber machen wollen, handschriftlich einen andere Namen eintragen.

Es besteht die Möglichkeit, Nachname und Vorname einer anderen Person hinzuschreiben. Dazu sollte, wofür unten eine extra Zeile reserviert ist, der Beruf des Betroffenen vermerkt werden. Diese zusätzliche Angabe zum Berufsstand diene der „Präzisierung“, erklärt Andreas Graf vom Landsberger Landratsamt. Es sei möglich, dort auch den Namen einer Person zu vermerken, die nicht in der Gemeinde Denklingen wohnt, ergänzt Graf.

Bei der Bürgermeisterwahl sind ähnlich wie bei Europawahlen auch diejenigen Bürger zur Stimmabgabe berechtigt, die aus Staaten der EU stammen und innerhalb der Gemeinde Denklingen wohnen. Es gibt also da einen Unterschied zu Landtagswahlen oder Bundestagswahlen.

Johannes Jais

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