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Praktische Erfahrungen in den bereichen Elektronik, Mechanik und Produktdesign konnten Mädchen in diesem Jahr bei Hirschvogel in Denklingen sammeln.

Bei Hirschvogel in Denklingen

Azubis von morgen im Technik-Camp

Einen Schlüsselanhänger, einen Würfel und einen Schmuckbaum fertigten zehn Schülerinnen während des Technik-Camps bei Hirschvogel in Denklingen. In einer spannenden Woche erhielten die Mädchen Einblicke in die Bereiche Elektrik, Mechanik und Produktdesign.

Denklingen – Unter den fünfzehn Technik-Camps für Mädchen, die das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft organisierte, war heuer erstmals eines bei Hirschvogel in Denklingen. Mit dabei waren zehn Schülerinnen aus Schongau bis Bad Wörishofen und aus Marktoberdorf bis Landshut.

„Ganz cool“: So fasste Johanna (13) ihre Eindrücke zusammen. Leonie (ebenfalls 13) fand, die Ausbilder und Lehrlinge „haben alles gut erklärt“. Sie könne sich durchaus vorstellen, eine Ausbildung im Bereich Produktdesign zu machen. Reka (14), ebenso wie Johanna und Leonie Schülerin an der Pfaffenwinkel-Realschule in Schongau, zeigte sich begeistert vom Bereich Elektrik.

Wochenaufgabe waren Projekte aus den Bereichen Elektronik, Mechanik und Produktdesign. So haben sie im 3-D-Druck einen Schlüsselanhänger fabriziert. In der Metallbearbeitung waren es ein Würfel und ein Schmuckbaum für Halsketten, Armbänder oder Ohrringe.

Beim Technik-Camp hieß es für die Mädchen früh aufstehen, wie Referentin Eva-Maria Bayer und Betreuerin Sonja Bartek schildern. Frühstück war schon um sechs Uhr. Untergebracht war die Gruppe in einem Gasthof in Westendorf. Die Mädchen von der Real- und Mittelschule waren täglich mindestens sechs Stunden in der Werkstatt. Dazu kamen Aktionen am späten Nachmittag und auch nach dem Abendessen – sei es an der Unterkunft oder auch einmal im Klettergarten am Ettwieser Weiher bei Marktoberdorf. Das sei schon happig gewesen – die Mädchen seien es nicht gewohnt gewesen, den ganzen Tag eingespannt zu sein, resümierte Eva-Maria Bayer, die für das BBW (Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft) als Referentin vor Ort war.

Im Ausbildungszentrum der Firma Hirschvogel wurden die Schülerinnen von mehreren Ansprechpartnern betreut – darunter die Ausbilder Werner Brich und Rikard Rosenberger, aber auch mehrere Azubis. Die Mädels seien „angenehm“ gewesen, fand Elektroniker-Lehrling Jan-Philip Hahn.

Stolze Gesichter nach der Abschlusspräsentation: Sonja Bartek (v.l.) und Eva-Maria Bayer mit den Schülerinnen und Mitarbeitern der Firma Hirschvogel.

Der stellvertretende Ausbildungsleiter bei Hirschvogel, Werner Brich, überreichte schließlich Zertifikate und ermunterte die Schülerinnen bei der Abschlusspräsentation, sich bei der Berufswahl gut umzuschauen. Die Bereiche Technik und IT böten für junge Frauen große Chancen. Christina Schned vom BBW schilderte aus Erfahrungen der vergangenen Jahre – Technik-Camps gibt es schon seit 2003 – dass Mädchen, die an solchen Projektwochen mitmachen, potenzielle Azubis von morgen seien.

Johannes Jais

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