Breitband in Denklingen

Erdgas und Glasfaser im Doppelpack

In Denklingen ist der Breitband-Ausbau einen guten Schritt weiter. Doch es gibt eine Verzögerung. Die sich aber lohnen würde.

DenklingenFür das Vorhaben, Dienhausen und die Weiler der Gemeinde Denklingen mit Glasfaser zu erschließen, ist die Planung so gut wie abgeschlossen. Aktuell geht es darum, für die Trassen die Genehmigungen der Grundstückseigentümer einzuholen. Doch es wird zu einer Verzögerung kommen, wie im jüngsten Gemeinderat bekannt wurde.

Zu einer Verzögerung, die aber Vorteile bietet. Denn in der Ausführungsplanung hat sich die Möglichkeit ergeben, dass Erdgas Schwaben für die Telekom, die bei dem Breitbandprojekt 2016 den Zuschlag erhalten hat, die Leerrohre an der Hauptstraße in Denklingen verlegen würde – also entlang der wichtigen Nord-Süd-Achse im Dorf. Sie sind als Zubringer für Dienhausen erforderlich.

Dabei kann Erdgas Schwaben weitere Breitbandleerrohre im Bereich Denklingen in den Boden einbringen, die für eine spätere Glasfasererschließung zu nutzen sind. In der Gemeinde spricht man von einem „großartigen Synergieeffekt“, zumal in Denklingen alle Haushalte einen Glasfaseranschluss bekommen würden, die auch eine Erdgasversorgung wünschen. Außerdem würden Lehrrohre bedeuten, dass im Ausbaubereich – vorerst Hauptstraße und Menhofer Straße Richtung Westen – eine spätere Glasfasererschließung unkompliziert möglich wäre.

Der ursprünglich angepeilte Termin für die Breitbandversorgung Dienhausens und der Weiler ist aber aufgrund der neuen Ausgangsvoraussetzung nicht mehr zu halten. Im Vertrag zwischen Telekom und Gemeinde ist von Herbst 2017 die Rede. Doch es wird nun Frühjahr 2018. Bürgermeister Michael Kießling erklärte dazu, für eine überschaubare zeitliche Verschiebung und für einen kleinen Mehraufwand bekäme man „große Vorteile bei der Infrastruktur“.

„Nicht so locker“ sah Martin Steger aus Dienhausen die Tatsache, dass es wegen weiterer Erschließungsarbeiten an der Hauptachse in Denklingen zu einer Verzögerung von mehr als drei Monaten komme. Max Ebner, ebenfalls Gemeinderat aus Dienhausen und Inhaber eines Elektroinstallationsbetriebes, meinte hingegen, man könne zufrieden sein, „wenn mer nächstes Johr um dia Zeit fertig san“.

Gemeint ist der Juni. Denn Telekom hätte erst vor kurzem bei den Grundstückseigentümern angefragt, ob sie die Leerrohre in den Feldern verlegen können. Der geschäftsleitende Beamte Hans Hartmann antwortete, das Verlegen selbst gehe in einer Trasse entlang des Weges nach Denklingen sehr zügig. Er blickte zudem voraus, dass die Leerrohre entlang der Hauptstraße und Menhofer Straße nur ein erster Schritt sind. In drei Jahren würden wohl auch andere Straßen in die Breitbanderschließung einbezogen. Man habe zusätzlich zu den DSL-Anschlüssen eine WLAN-Versorgung am Rathaus in Denklingen und am Haus der Vereine in Epfach. Doch dies sei nicht die Zukunft, sondern das Glasfasernetz.

Johannes Jais

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