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Frühjahrskonzert des Denklinger Musikvereins: Bei zwei Stücken kam auch die Apfeldorfer Sängerin Ramona Knopp zu ihrem Einsatz. Insgesamt waren die Zuhörer begeistert von der Leistung aller Mitwirkenden.

Frühjahrskonzert der Denklinger Blaskapelle

Märsche, Polkas und Gesang am einmaligen Termin

Erstmalig hat der Musikverein Denklingen ein Sonntagskonzert gegeben – weil der Dirigent am gewohnten Samstagstermin verhindert war. Mag der Termin für das Konzert also ungewöhnlich gewesen sein – die Blaskapelle präsentierte sich vor knapp 300 Zuhörern in der Mehrzweckhalle mit den gewohnten Stärken.

Denklingen – Zu den Stärken des Denklinger Musikvereins gehören unter anderem die Tonkraft, die Dynamik, aber auch gefälliges Musizieren und eine ordentliche Stimmung im Klangkörper. Die Stücke, die Wolfgang Wagner und zweiter Dirigent Georg Linder ins Programm für das Frühjahrskonzert genommen hatten, sind von der Kategorie her leicht bis mittelschwer.

Mag der eine oder andere den „großen Wurf“ wie zum Beispiel eine fulminante Ouvertüre oder einen anspruchsvollen Konzertwalzer vermisst haben, so war dennoch für viel Abwechslung gesorgt, wozu auch zwei Gesangsbeiträge gehörten.

Den ersten Teil des Konzerts eröffnen die Musiker mit dem Konzertmarsch „Opening“: Schon da war die schöne Stimmung vom Bassregister bis hinauf zum Piccolo herauszuhören. Herauszuheben ist die Flötistin Tanja Tikovsky, die mit dem Piccolo Akzente setzte.

Das tat sie auch im nächsten Titel, den Georg Linder dirigierte: „Festival Overture“. Dieses Stück ist mit allerlei Taktwechseln und sonstigen Gemeinheiten gespickt, wie Andreas Frieß, ein routinierter, auf Kürze und Würze bedachter Moderator, ankündigte. Ebenso im Programm hatte der Musikverein die Impressionen aus dem Werk „Silver Creek Valley“ von Kees Vlak.

Mit diesen beiden gefälligen Stücken wird die Blaskapelle Denklingen heuer gleich bei drei Musikfesten antreten. Die Musiker stellen sich in Asch, in Altenstadt und in Reichling dem Wertungsgericht und sind bei den drei Festzügen dabei.

Sängerin Ramona Knopp, die in Apfeldorf wohnt und bei der Stadtkapelle Schongau schon bei etlichen Auftritten zu hören war, sang beim Denklinger Frühjahrskonzert das Lied „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ von Komponist Sylvester Levay. Nach der Pause brachte sie mit kräftiger Stimme „Gabriellas Sang“. zu Gehör. Dabei handelt es sich um das Titellied aus dem im Jahr 2005 entstandenen Musikfilm „Wie im Himmel“ nach einer Komposition des Schweden Stefan Nilsson.

Im Medley „Dankeschön, Bert Kaempfert“ schlug Georg Linder ein gemütliches Tempo an: Alle Raffinessen wie die Einwürfe der Trompeten oder Posaunen und die samtige, aber doch kernige Untermalung der Tuben, lagen so im Klangbild offen da.

Paul Lincke hatte 1904 die Operette „Frau Luna“ geschrieben. Aus ihr brachten die Denklinger Musikanten unter der Leitung Wolfgang Wagners den bekannten Marsch „Berliner Luft“.

Stichwort Schlagwerk: Mit der rechten und der linken Hand griff Christian Ruile vom Schlagwerk zum Hammer: In der Polka „Feuerfest“ von Josef Strauß klopfte er präzise auf den Ambos. Weitere zwei Polkas erklangen später im Konzert: Von Ernst Mosch „Der Strohwitwer“ und von Antonin Borovicka die „Gartenpolka“.

Mit dem Jägermarsch „Waidmannsheil“ von August Reckling, dem letzten Titel im Konzert-Programmheft, war das Konzert aber noch nicht vorbei: Der Musikverein setzte mit dem gemütlichen Walzer „Tränen der Liebe“ und dem zackigen Marsch „Mein Regiment“ von Hermann Ludwig Blankenburg noch Zugaben drauf. So endete das Sonntagskonzert, das in Denklingen wohl einmalig war und auch bleiben wird.


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