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Das Gasthaus Hirsch in Denklingen wird derzeit in ein Rathaus umgewandelt. Die Gemeinde will damit den gewachsenen Anforderungen an die Verwaltung gerecht werden.

Serie zur Ortsentwicklung (7) 

Denklingen geht in Klausur

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„Bauen, Bauen, Bauen und nochmal Bauen!“, fordert die Bayerische Staatsregierung von Städten und Gemeinden. Wohnraum wird im Freistaat immer knapper. Wir wollen in unserer Serie zur Ortsentwicklung von den 22 Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Schongauer Nachrichten wissen, wie stark sie in den kommenden 20 Jahren wachsen möchten und können. Heute: Denklingen.

Denklingen – „Die Gemeinde befindet sich gerade in einer Übergangsphase, bis der neue Bürgermeister gewählt ist“, sagt der stellvertretende Rathauschef Norbert Walter, der derzeit die Geschäfte führt. Viele Fragen zur Ortsentwicklung könnten erst konkret beantwortet werden, wenn mit dem neuen Bürgermeister die Klausurtagung stattgefunden hat, bittet er um Verständnis. Die Gemeinde Denklingen strebe ein moderates Wachstum an. Die vorhandene Infrastruktur und die örtlichen Einrichtungen müssten auch in Zukunft Bestand haben.

Junge Familienund Senioren

Junge Familien werden in der Gemeinde Denklingen begrüßt, „Senioren wollen wir auch gerne am Ort behalten, sie sind ja hier aufgewachsen“, so Walter. Aktuell gebe es speziell für Senioren keine Gebäude.

Baulandund Verdichtung

Bauland wurde in Denklingen im Jahr 2017 mit 49 Bauplätzen im Baugebiet „An der Obstwiese“ ausgewiesen. „Die Nachfrage war so groß, dass mittlerweile alle Bauplätze verkauft wurden“, berichtet der Bürgermeister. Die Flächen wurden seinen Angaben nach sowohl an Einheimische als auch an Auswärtige verkauft, „wobei alle Einheimischen einen Bauplatz bekommen haben“, versichert das Rathaus. „Der Gemeinderat beschäftigt sich mithin aktuell intensiv damit, wo und wie weiteres Bauland ausgewiesen wird“, erläutert Walter. In den Ortsteilen Epfach und Dienhausen werde das punktuell und nach Bedarf erfolgen. „Das Thema Innerortbebauung/Gestaltungssatzung hat sich der Gemeinderat auch als Thema für die Klausur notiert“, sagt Walter zur Verdichtung.

Infrastruktur

Die Gemeinde sei derzeit dabei, das Gasthaus Hirsch in ein Rathaus umzuwandeln, um den gewachsenen Anforderungen gerecht zu werden, heißt es. „Stolz sind wir auf unsere vielen Bürger, die es ermöglicht haben, durch viele ehrenamtliche Tätigkeiten einen Dorfladen zu eröffnen“, lobt Walter. Der Kindergarten mit den längsten Öffnungszeiten in der Region und die Schule mit Offener Ganztagesschule seien gut aufgestellt. Die Gemeinde verfüge in allen drei Ortsteilen über ein sehr reges Vereinsleben. „Mitten in den Planungen stecken wir bezüglich des Baues für ein Bürger- und Vereinszentrum“, erklärt der kommissarische Rathauschef. Es fehle ein Betreutes Wohnen; „das würde die Gemeinde gerne unterstützen“. Neu aufgestellt werden soll laut Walter die Wasserversorgung mit neuem Brunnen im Stubental und einem zweiten Brunnen der Stadtwerke Schongau. „Wird das Projekt nach den aktuellen Planungen umgesetzt, sind wir für die kommenden Jahrzehnte bezüglich Qualität und Versorgungssicherheit bestens aufgestellt.“

Gewerbeansiedlung

Ein neues Gewerbegebiet ist ausgewiesen. Mit den Erschließungsarbeiten wird nach Gemeindeangaben Anfang 2018 begonnen. „Hier hat es auch schon die ersten Verkäufe von Parzellen gegeben“, berichtet der Bürgermeister. Die weitere Entwicklung werde der Gemeinderat bei der Klausur beschließen.

Teil 6: Burggen

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