Anita Gropp ist aus der CSU ausgetreten.

Kommunalwahl 2020

Gemeinderätin Anita Gropp verlässt die CSU 

Anita Gropp wird zukünftig nicht mehr für die CSU antreten. Sie wechselte zu den „Freien Bürgern“ - weil sie mit dem Wahlmodus bei der Aufstellungsversammlung unzufrieden war.

Denklingen – Paukenschlag in Denklingen: Gemeinderätin Anita Gropp ist nach der Aufstellungsversammlung der Liste „CSU/Freie Bürger“, die für sie enttäuschend verlaufen war, aus der Partei ausgetreten.

Gropp gehört dem Gemeinderat Denklingen seit Mai des Jahres 2014 an. Im 14-köpfigen Gremium ist sie das älteste Mitglied, weswegen ihr die Rolle zufiel, den neu gewählten Bürgermeister Andreas Braunegger im Januar 2018 zu vereidigen.

Auch weiterer CSU-Kandidat aus Partei ausgetreten

In der Aufstellungsversammlung, die der Bundestagsabgeordnete Michael Kießling als Fuchstaler CSU-Ortsvorsitzender geleitet hatte, reichte es für Gropp in einer Abstimmung zu der alphabetischen Auflistung aller Bewerber nur zum vorletzten Platz. Sie erhielt nur fünf Stimmen. Es waren lediglich 17 Wahlberechtigte anwesend, schildert die Kommunalpolitikerin.

Hinter ihr lag – auf Platz 14 – nur Helmut Mayer. Wie unsere Redaktion erfahren hat, ist auch er aus der CSU ausgetreten. Aber aus einem ganz anderen Grund: Er war mit der Erhöhung des Mitgliedsbeitrages um zehn Euro nicht einverstanden.

Derzeit stellt die gemeinsame Liste „CSU/Freie Bürger“ fünf der 14 Räte im Gemeinderat Denklingen. Alle fünf Mandatsträger haben sich in der Versammlung, die noch im Jahr 2019 im Bürgersaal des Rathauses abgehalten wurde, wieder aufstellen lassen. Insgesamt stehen nach Informationen unserer Redaktion nur acht Bewerber auf der Liste, weswegen auf den vorderen Plätzen einige Namen doppelt aufgeführt werden.

Anita Gropp ist die einzige Frau auf der Liste

Anita Gropp ist die einzige Frau auf dieser Liste. Im Gemeinderat sind es zwei Frauen: Neben Anita Gropp auch noch Regina Wölfl (45) von der Freien Wählergemeinschaft Denklingen. Beide sind dafür bekannt, dass sie den Mund aufmachen und klar Position beziehen, wenn sie kritische Anmerkungen vorbringen.

Gropp, die nahezu 40 Jahre in der CSU war, vermisst in der Partei nach eigenen Worten die Wertschätzung gegenüber politisch engagierten Frauen. Zudem hätte sie von Versammlungsleiter Kießling einen anderen Wahlmodus für die Aufstellungsversammlung gewünscht. Damit meint sie, dass die aktiven Gemeinderäte in einem ersten Block zusammengefasst werden, der von den Anwesenden per Wahl bestätigt werden sollte. So sei es früher üblich gewesen. Diesmal habe man aber eine rein alphabetische Aufstellung vorgenommen. Außerdem bedauert die Gemeinderätin, dass sich die Kandidaten bei der Versammlung nicht persönlich vorstellen konnten.

Gropp wird ihren Platz auf der Liste für die Kommunalwahl am 15. März aber behalten. Aber sie bewirbt sich nicht mehr als CSU-Mitglied, sondern als „Freier Bürger“. Zu mehr Details und dazu, was man im Ortsverband dazu sagt, folgt ein weiterer Bericht. 

JOHANNES JAIS

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