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Umzug in Denklingen: Raus aus dem alten Rathaus, rein ins neue

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Im Flur des alten Rathauses sind einige Umzugskisten gestapelt. Alle sind exakt beschriftet. Markus Breibinder (Kasse) und Katharina Kettner vom Bürgerbüro setzen noch was obendrauf.
Im Flur des alten Rathauses sind einige Umzugskisten gestapelt. Alle sind exakt beschriftet. Markus Breibinder (Kasse) und Katharina Kettner vom Bürgerbüro setzen noch was obendrauf. © Jais

Heute startet bei der Gemeinde Denklingen die Aktion „Raus aus dem alten und rein ins neue Rathaus“. Der Umzug der Gemeindeverwaltung nimmt mehrere Tage in Anspruch.

Denklingen – Markus Breibinder von der Kasse und Katharina Kettner vom Bürgerbüro legen Hand an und stapeln Umzugskisten auf dem Flur zwischen dem Bild des Bundespräsidenten und der Tür zum Bürgermeisterbüro. 25 Schachteln sind dort aufgeschichtet. Das ist aber nur ein kleiner Teil des gesamten Materials. Insgesamt sind es 350 Umzugskisten, weiß Geschäftsleiter Johann Hartmann.

Das bisherige Gebäude und das neue Domizil sind keine 200 Meter voneinander entfernt. Wegen des Umzugs bleibt das Rathaus bis Dienstag, 3. September, geschlossen. Die neue Adresse im denkmalgeschützten, renovierten Gebäude des früheren Gasthofs Hirsch lautet Rathausplatz 1. Die neue Telefonnummer der Gemeindeverwaltung ist ab 4. September, 08243/853 3333. Durchwahlnummern werden noch bekanntgegeben. Die geänderte Faxnummer ist 08243/853 3350. Unverändert bleiben hingegen die Mailadressen.

Fünf Tage für Umzug der Denklinger Gemeindeverwaltung eingeplant

An fünf Arbeitstagen soll der Umzug bewältigt werden, schildert Johann Hartmann. Falls es zeitlich knapp werden sollte, hat man das Wochenende, 31. August und 1. September, als Puffer. Auch das Standesamt bleibt bis Mittwoch, 3. September, geschlossen. Es gebe eine Vereinbarung, dass bei Sterbefällen in dieser Zeit die Stadt Landsberg die Beurkundung vornimmt, ergänzt der geschäftsleitende Beamte.

„Jeder hat seine Aufgabe bekommen“, erklärt Hartmann. Die klare Devise sei: „Wer die Kiste einpackt, der packt sie auch wieder aus.“ Einige der neun Rathausbeschäftigten haben schon vor mehreren Tagen ihre Kisten gefüllt. Wie zum Beispiel Bürgermeister Andreas Braunegger. Der kommt am Montag, 2. September, aus dem Urlaub zurück und wird die präzise beschrifteten Kartons dann in seinem Zimmer im ersten Stock des sanierten Hirsch-Gebäudes vorfinden.

Umzug der Denklinger Gemeindeverwaltung: Nicht alles kommt mit ins neue Rathaus

Auf die Dienste einer privaten Umzugsfirma kann verzichtet werden. Da langen die Männer vom Bauhof hin. Franz Schießl, Andreas Altmann und Andreas Lutzenberger (Wasserwart) werden Hand anlegen. Der Transport wird auf und in Fahrzeugen des gemeindlichen Bauhofs bewältigt.

Fast alles im alten Rathaus, das seit 1973 an der oberen Hauptstraße über der Raiffeisenbank seine Räume hat, wird ins neue Domizil mitgenommen. Eine gewichtige Ausnahme gibt es freilich. Der 2,5 Tonnen schwere, grüne Tresor im Zimmer des Geschäftsleiters, der aus der Zeit des Kalten Krieges stammt, wird nicht versetzt. Das käme viel zu teuer, erklärt Hartmann.

Im neuen Rathaus bekommt die Gemeinde einen vergleichsweise leichten Tresor, der deutlich kleiner ist und eine halbe Tonne wiegt. Der bisherige bleibt zurück, muss entsorgt werden. Er wird auch in der Arztpraxis, zu der die bisherige, über 200 Quadratmeter große Fläche der Gemeindeverwaltung im Lauf der nächsten 15 Monate umgebaut wird, nicht benötigt. Mit der Medizinerin hat die Kommune bereits einen Vertrag geschlossen. Der Mietzins wird ab der Fertigstellung überwiesen. Für den Umbau der bisherigen Räume von Büros zur Praxis muss die Gemeinde mindestens eine Million Euro aufwenden. So wird ein Aufzug installiert.

Vor dem Umzug ist eine Firma damit beauftragt worden, die Dokumente aus 1600 Ordnern im Dachboden einzuscannen. Da ging’s um alte Kassenbelege und Nachweise bis zum Jahr 2006. Ins neue Rathaus mitgenommen werden dazu (nur) die Dateien.

Umzug der Denklinger Gemeindeverwaltung: Neue Verteilung der Büros

Bei den bisherigen Möbeln wird ein Großteil im neuen Rathaus weiter genutzt. Das gilt auch für die Tische und Stühle aus dem Rathaussaal, die künftig oben im Dachgeschoss aufgestellt werden. Lediglich Besucherstühle und ein Pressetisch kommen neu dazu. Geräte wie der Kopierer, das Zeiterfassungsterminal oder sogar ein mobiles Standrohr für Hydranten werden im neuen Rathaus ebenfalls wieder installiert.

Was anfangs gewöhnungsbedürftig ist: Bisher hatten alle Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung ihre Büros auf einer Ebene. Ab September sind die Büros im neuen Rathaus auf das Parterre und den ersten Stock verteilt. Vier Mitarbeiter werden im Erdgeschoss ihren Arbeitsplatz haben, fünf im ersten Stock. Bestattungswesen, Kasse, Bauamt und ein Teilbereich des Bürgerbüros sind im Erdgeschoss angesiedelt.

VON JOHANNES JAIS

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