Westlich von Dienhausen im Staatsforst könnte ein Mobilfunkmast aufgestellt werden.
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Westlich von Dienhausen im Staatsforst könnte ein Mobilfunkmast aufgestellt werden.

Neue Anfrage aufgrund eines neuen Förderprogramms

Doch Mobilfunkmast für Dienhausen

Fünf Monate nach dem „Nein“ des Denklinger Gemeinderates dazu, Fördergelder des Freistaats Bayern für eine Mobilfunkversorgung im Sachsenrieder Forst zu beanspruchen, tut sich bei dem Thema ein neuer Aspekt auf. Denn es ist ein Bundesprogramm aufgelegt worden, das den Eigenausbau der Netzbetreiber finanziell unterstützt, falls damit weiße Flecken im Versorgungs-Netz beseitigt werden.

Denklingen - Das Verfahren gemäß Landesprogramm war im Herbst 2020 für Denklingen eingestellt worden (wir berichteten). Nach einer Unterschriftenaktion gegen den Mobilfunkmasten Dienhausens hatten die Grundstückseigentümer einen Rückzieher gemacht von ihrer Zusage zu einem Pachtvertrag für einen Mobilfunkstandort.

Der für Denklingen zuständige Betreuer vom Büro Corwese aus Seefeld kam nun auf die Gemeinde zu und fragte dazu erneut an, wie Geschäftsleiter Johann Hartmann schildert. Die Zielrichtung des Vorstoßes: Ob man nicht versuchen solle, einen Masten für Dienhausen aufgrund des neu aufgelegten Bundesprogrammes zu bekommen.

Daraufhin beschlossen die Denklinger Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung bei nur einer Gegenstimme, dass die Gemeinde dies will. Die beiden in Dienhausen wohnenden Räte, Stefan Müller und Norbert Walter, waren wie die Denklinger und Epfacher dafür. Mit Nein votierte Herbert Kößl.

Die Beraterfirma wird nun einen Mobilfunk-Anbieter suchen. Neben dem Landesprogramm für Bayern gibt es auch eine Förderung des Bundes, das „White spot-Programm“. Das Ingenieurbüro Corwese will nun auf diesem Weg probieren, einen Masten nach Dienhausen zu bringen.

Innerhalb des Suchkreises wurde bereits ein geeigneter Standort gefunden, wie Bürgermeister Andreas Braunegger in einer Visualisierung darstellte. Dieser Standort, der auch weiße Flecken im großen Sachsenrieder Forst abdecken soll, befindet sich auf einem Grundstück des Freistaates Bayern. Deshalb muss die dafür benötigte Fläche – anders als bei privaten Eigentümern – auch für so einen Zweck zur Verfügung gestellt werden. Dafür gibt es einen Rahmenvertag.

Der Standort befindet sich wenige 100 Meter westlich von Dienhausen in der Verlängerung des Neuwäldleweges. Ein Vorteil ist: Er wäre durch einen öffentlichen Weg erschlossen.

Das Beraterbüro will sich die Arbeit zur Realisierung des Standortes nur machen, wenn der Gemeinderat das Vorhaben grundsätzlich befürwortet. Diese Voraussetzung ist nun gegeben. Im Beschluss heißt es sogar bekräftigend, der Gemeinderat werde diese Vorgehensweise „uneingeschränkt“ unterstützen.

JOHANNES JAIS

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