Feld bei Denklingen neben Biogasanlage.
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Auf dem Feld, wo das Futter geschwadert am Boden liegt, soll ebenso wie auf einer zweiten Fläche ein Sondergebiet für Freiflächen-Fotovoltaik ausgewiesen werden. Hinten die Biogasanlage.

Sondergebiet bei Denklingen

Erste Investoren für Fotovoltaik am Bahngleis

Auf zwei Feldern nahe der Biogasanlage, die außerhalb von Denklingen am Bahngleis ihren Standort hat, möchte ein erster Investor eine Freiflächen-Fotovoltaik errichten. Auch ein Grundstückseigentümer aus Epfach hat Pläne für eine Freiflächenanlage.

Denklingen/Epfach – Nach dem grundsätzlichen Beschluss des Denklinger Gemeinderates im Frühjahr 2020, der das bisherige Verbot für Freiflächen-Fotovoltaik im Gemeindegebiet kippte und einen jährlichen Zubau von maximal fünf Hektar auf einer eingegrenzten Fläche zuließ, befasste sich das Gremium mit den baurechtlichen Voraussetzungen. Mit elf zu drei Stimmen wurde bereits im Juli der Aufstellungsbeschluss gefasst – sowohl für die nächste Änderung des Flächennutzungsplanes als auch für den Bebauungsplan.

Das Unternehmen Ökostrom24 in Affing-Mühlhausen möchte auf zwei Feldern im Südosten Denklingens Module aufständern und Strom aus Sonnenenergie gewinnen. Die kleinere Fläche mit 0,6 Hektar befindet sich auf einer Wiese zwischen Buchweg und Bahngleis. Das größere Feld ist östlich der Biogasanlage und umfasst 2,6 Hektar.

Investor und Gemeinde schließen einen so genannten städtebaulichen Vertrag. Darin ist geklärt, dass die Kosten für die baurechtlichen Voraussetzungen der Antragsteller zu tragen hat, erklärt Geschäftsleiter Johann Hartmann auf Nachfrage der Redaktion.

Im Flächennutzungsplan ist das Gebiet bisher als Fläche für die Landwirtschaft und als Grünfläche ausgewiesen. Die beiden Felder sollen in ein Sondergebiet für Freiflächen-Fotovoltaikanlagen abgeändert werden. Die Gemeinderäte haben den Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München mit den Arbeiten beauftragt.

Als zweites ist ein eigener Bebauungsplan notwendig. Er kriegt die Bezeichnung „Fotovoltaik – Ökostrom24“. Auch dafür ist der Aufstellungsbeschluss gefasst worden. Als drittes ist schließlich noch ein eigener Bauantrag erforderlich, erklärt Geschäftsleiter Hartmann zum Verfahren. Er rechnet damit, dass bis zur Baureife noch gut ein Jahr vergeht.

Aus Denklingen heißt es, dass mit Blick auf die Freiflächenfotovoltaik auch andere Investoren in den Startlöchern stünden. Jüngstes Beispiel dafür der Antrag eines Epfacher Landwirts. Schon Ende 2019 kam eine Anfrage, ob weiter im Süden am Bahngleis ein Fotovoltaik-Freiflächenfeld möglich sei. Nunmehr ist im September von den Gemeinderäten der Beschluss gefasst worden, dafür den Bebauungsplan mit dem Namen „Fotovoltaik – Volk“ aufzustellen. Das Areal dafür liegt südwestlich der Bahnlinie und südöstlich der Epfacher Lengenfeldstraße.

Nicht am Bahngleis, aber im Industriegebiet bei Hirschvogel sollen ebenfalls Module aufgeständert werden. Das betrifft Felder am großen Parkplatz der Firma. Wenige hundert Meter weiter nördlich möchte Dr. Wolfgang Weisensee aus Landsberg zusammen mit weiteren Geschäftspartnern auf einer ehemaligen Kiesgrube nahe der B 17 ebenfalls Strom aus Sonnenenergie gewinnen. Dieser Bereich befindet sich schon auf Fuchstaler Flur.

Joahnnes Jais

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