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Drin ist der Ball im Denklinger Tor: Mammendorfs Sebastian Heiß (gelb) hat die Kugel an Denklingens Keeper Manuel Seifert vorbeigelegt zum 1:0 für die Gäste. VfL-Routiniers Benjamin Maass kann nicht mehr eingreifen. 

Fußball: Kreisliga 2

Denklingen diesmal zu unerfahren

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Niederlage, Sieg, Niederlage, Sieg: Aufgrund dieser Reihenfolge gab es für den VfL Denklingen im fünften Spiel der Kreisliga-Saison diesmal eine Niederlage gegen den SV Mammendorf.

Denklingen – Einige Zeit nach dem Schlusspfiff konnten Denklingens Trainer Hermann Schöpf und die VfL-Spieler schon wieder lachen. Nach kurzer Diskussion hakten sie die unglückliche und vermeidbare 0:2-Niederlage gegen den SV Mammendorf ab und gingen zum gemütlichen Teil über. Denn Denklingens Benjamin Maass muste (mindestens) eine Runde ausgeben. „Er war heute in der 154-jährigen Geschichte des VfL Denklingen der erste Kapitän der Mannschaft, der aus dem Osten kommt“, scherzten Schöpf und seine Spieler. „Darauf hat mich der Vorstand aufmerksam gemacht.“

Und da war Schöpf schon bei einem Grund für die 0:2-Pleite: „Uns haben heute ganze sieben Spieler gefehlt, die nicht ohne Grund Stammspieler sind“, erklärte der VfL-Trainer. Die Spieler, die für die Fehlenden eingesprungen seien, hätten ihre Sache zwar durchaus ordentlich gemacht, seien aber in einigen Bereichen nicht so gut eingespielt gewesen.

Und diese fehlende Abstimmung war auch der Grund für das „saudumme Geschenk, das wir Mammendorf vor ihrer Führung gemacht haben“, so der VfL-Trainer. Denn in der 23. Minute erahnte Mammendorfs erfahrener Sebastian Heiß auf Höhe der Mittellinie ein ungenaues Zuspiel zwischen zwei Denklingern, sprintete dazwischen und konnte unbedrängt auf Demklingens Keeper Manuel Seifert zulaufen und den Ball an ihm vorbei zum 1:0 für Mammendorf ins Denklinger Netz legen. „Wenn wir das Geschenk nicht gemacht hätten, wer weiß, wie das Spiel dann gelaufen wäre“, sagt Schöpf.

Denn in dieser intensiven Partie neutralisierten sich die Mannschaften weitgehend gegenseitig. Nach verschlafenem Beginn kamen die Gastgeber besser ins Spiel und erarbeiteten sich auch dementsprechend Chancen. „Aber wir haben die Dinger im Strafraum einfach nicht reingemacht, wir hätten noch eine Stunde länger spielen können und hätten das Tor nicht gemacht“, sagt der Trainer. „Und wie es dann im Fußball immer so ist: Die eine Mannschaft nutzt ihre zahlreichen Chancen nicht, und die andere macht aus drei Möglichkeiten zwei Tore, so wie Mammendorf heute.“

Denn zum Ende der Partie hin löste Denklingen seine Defensive etwas auf. Routiniers Benjamin Maass, der bis dato die recht junge Denklinger Hintermannschaft gut geführt und zusammengehalten hatte, wurde in die Offensive beordert, um möglichst noch den Ausgleich zu schaffen.

Der fiel nicht, dafür aber der zweite Treffer der Mammendorfer: Ohne Maass war die Denklinger Defensive in der 78. Minute etwas konfus, so dass der SVM den Ball schön auf Matthias Dürmeier querlegen konnte, der die Kugel dann zum 2:0 im Denklinger Tor unterbrachte.

„Das ist natürlich schade, denn wir hätten heute gerne Punkte mitgenommen, und ein Unentschieden wäre auch möglich gewesen“, bilanziert VfL-Trainer Hermann Schöpf. „Aber es kommen auch wieder andere Tage, wo wir mit einer ganz anderen Mannschaft auf dem Platz stehen, und dann holen wir uns auch unser verdienten Punkte.“

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