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Ball und Gegner lässt in dieser Szene Reichlings Jonathan Seelau laufen. Denklingens Daniel Hauber ist nur Begleitschutz. In einem Spiel, das 0:0 hätte enden müssen, gewann Reichling glücklich mit 1:0. 

Fussball: Spiel der Woche

Reichling-Sieg mit Last-Minute-Tor im Spiel der Woche

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Jubel-Schreie auf der einen, hängende Köpfe auf der anderen Seite: Das Spiel der Woche zwischen dem VfL Denklingen II und dem SV Reichling hat alles geboten: Kampf, Krampf, einen Sieger und einen Verlierer.

Denklingen – Es ist das Spiel des Tabellenzehnten beim Tabellenelften, ein klassisches Nachbarschafts-Abstiegs-Derby, weil beide Mannschaften den Klassenerhalt noch nicht sicher haben. Dementsprechend legen beide Teams auch motiviert los.

Denklingen steht sehr hoch an, will die spielstarken Reichlinger erst gar nicht ins Kombinieren lassen kommen. Denklingens Maximilian Kotz hat mit einem Weitschuss in der zweiten Minute die erste Möglichkeit der Partie.

In der fünften Minute ist der Ball dann im Tor: Einen Schuss von Kotz kann Reichlings Keeper Lukas Socher nur nach vorne abprallen lassen, und Florian Klein köpft für den VfL ein – doch er steht dabei im Abseits, der Treffer zählt nicht. Im Gegenzug kommt Reichling zu seiner ersten Chance, als sich SVR-Spieler im Denklinger Strafraum durchkombinieren können, aber den Abschluss vermasseln. Richtig gefährlich werden die Reichlinger in der 12. Minute, aber Florian Schelles Kopfball nach einer Flanke von rechts streift am Tor vorbei.

Reichling ist Mitte der ersten Hälfte die bessere Mannschaft und immer dann gefällig und gefährlich, wenn seine Spieler schnell kombinieren und sich mit Doppelpässen freispielen können. Allerdings nutzen sie zu wenig den vorhandenen Wind und versäumen es, mit Weitschüssen zum Erfolg zu kommen. Erst in der 20. Minute setzt Reichlings starker Stefan Mayr einen Freistoß aus 30 Metern knapp neben das Tor. Wenige Minuten später zielt Reichlings Jonathan Seelau nach einer schönen Kombination seinen Schuss übers Tor.

Gefährlich auf beiden Seiten wird es erst wieder kurz vor der Pause: Nach einer Ecke von rechts streift der Kopfball von Denklingens Tobias Stahl nur ganz knapp über die Latte des Reichlinger Tors. Im Gegenzug vergibt SVR-Stürmer Tim Mader in aussichtsreicher Position.

In der Halbzeit motivieren beide Trainer ihre Mannschaften aufs Neue, verlangen von jedem Spieler 120 Prozent, um mit einem Sieg den möglichen Klassenerhalt fix zu machen. Und dementsprechend entwickelt sich ein halbwegs flottes und munteres Spiel. Denklingens Markus Schleich schiebt in der 46. Minute einen Ball knapp neben das Reichlinger Tor, auf der Gegenseite geht der Kopfball von SVR-Stürmer Mader nach einer Flanke von rechts knapp am Denklinger Tor vorbei. Vier Minuten später scheitert Mader in einer identischen Situation nach einer Ecke von rechts am stark reagierenden Denklinger Keeper Thomas Wutdke.

Es ist die Phase des Spiels, in dem beide Mannschaften mit der Chancenverwertung hadern. Beide haben ausreichend Möglichkeiten, der Druck des Gewinnen-Müssens scheint die Spieler aber zu hemmen.

In der Mitte der zweiten Hälfte, in der die Chancen der Reichlinger besser werden, hält Denklingens Zweite dagegen, kommt über den Kampf zu mehr Spielanteilen – und Tormöglichkeiten. Eine davon, eine maßgenaue Flanke von der rechten Seite, drückt Markus Schleich in der 55. Minute genau in die Arme des Reichlinger Torwarts. Die besten Denklinger Chancen haben danach erneut Schleich und Niklas Schnürch, doch sie können diese 100-Prozentigen, von denen man im Fußball gerne spricht, einfach nicht nutzen.

Und das sollte sich rächen: Denn in der 89. Minute fahren die Reichlinger einen ihrer seltener gewordenen Angriffe. Beim Versuch, eine Flanke von links zu klären, wird Denklingens Keeper Thomas Wudtke scheinbar behindert. Er kann den Ball so nur abprallen lassen, und Reichlings Sebastian Jahl sagt „Danke“ und köpft den Ball unbedrängt ins leere Tor – bei einem Spiel, das aufgrund der Vielzahl an vergebenen Chancen eigentlich keinen Sieger verdient hätte.

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