Für Ihr Trinkwasser müssen die Denklinger bald tiefer in die Tasche greifen.  dpa

Gemeinderat beschließt Gebührenerhöhung

In Denklingen wird das Wasser teurer

Die Gemeinde Denklingen wird die großen Investitionen zur Trinkwasserversorgung, die zirka 8,5 Millionen Euro kosten und bis Ende 2019 verwirklicht werden, durch eine Erhöhung der Gebühren finanzieren. Die Bürger werden andererseits nicht über einen einmaligen Beitrag zur Kasse gebeten. So hat es der Gemeinderat beschlossen.

Denklingen – Bürgermeister Andreas Braunegger hält dieses Vorgehen für gerecht. So werde allein der Verbrauch berechnet. Dies sei z.B. für einen Landwirt besser, der seine Viehhaltung aufgegeben habe, aber nach wie vor ein großes Gebäude besitze.

Das Ja zu Gebühren und gleichzeitige Nein zu Beiträgen hat für die Gemeinde den Vorteil, dass sie auf eine Ermittlung der Geschossflächen verzichten kann. Dies würde erfahrungsgemäß viel Zeit in Anspruch nehmen.

Auch träfen einmalige Beiträge so manchen hart. „Da hätten einige zu schlucken“, kommentierte Bürgermeister Andreas Braunegger und verwies auf fünfstellige Beträge. Bei Gewerbebetrieben könnte die Summe noch höher sein.

Gemeinderätin Gropp ergänzte noch, dass ein einmaliger Betrag gerade für diejenigen, die jetzt im Neubaugebiet ihr Haus errichten, eine außergewöhnliche Belastung darstelle.

Zurzeit nimmt die Gemeinde Denklingen einen Wasserpreis von einem Euro und fünf Cent (plus Mehrwertsteuer). Dagegen ist die Abwassergebühr Anfang 2018 auf 56 Cent pro Kubikmeter gesenkt worden.

Bei Abschluss der umfassenden Maßnahmen für die Trinkwasserversorgung mit neuem Brunnen und Hochbehälter im Staatsforst, zweitem Anschluss an die Versorgung der Stadtwerke Schongau und mehreren Kilometer langen Leitungen wird der Wasserpreis angehoben. Auch soll dann die Grundgebühr von 50 Euro moderat nach oben gehen. Die Preiserhöhung sei dann allemal gerechtfertigt. Schließlich bekäme die Bevölkerung dann bestes Trinkwasser aus dem Wald, so der Rathauschef. Dieses sei ohne nukleare Belastung, wie eine neue Analyse gezeigt habe.

Außerdem stellte Braunegger den Vergleich an, dass der Preis gering sei zu einer Kiste Mineralwasser, wofür Leute im Supermarkt zwischen fünf und sechs Euro ausgeben.

Von Johannes Jais

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