Bei Hirschvogel neun Jahre auf der Kommandobrücke: Von links Alfons Hätscher (Personal/Finanzen), Frank Anisits (Produktion) und Thomas Brücher (Einkauf, Entwicklung, Vertrieb). Sie verlassen das Unternehmen zum Jahreswechsel.  Foto: herold
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Bei Hirschvogel neun Jahre auf der Kommandobrücke: Von links Alfons Hätscher (Personal/Finanzen), Frank Anisits (Produktion) und Thomas Brücher (Einkauf, Entwicklung, Vertrieb). Sie verlassen das Unternehmen zum Jahreswechsel.

Einschneidende Personal-Veränderungen

Führungstrio verlässt Hirschvogel zum Jahresende

Einschneidende personelle Veränderungen stehen beim größten Arbeitgeber im Bereich Landsberg/Schongau bevor: Bei der Firma Hirschvogel geht das Führungstrio von Bord. Die drei Geschäftsführer Alfons Hätscher (Personal, Finanzen), Thomas Brücher (Entwicklung, Einkauf, Vertrieb) und Frank Anisits (Produktion) verlassen das Unternehmen zum Jahresende.

Denklingen/Schongau – Dass die Geschäftsführung des Familienunternehmens zum Jahresende „neu aufgestellt wird“: Dazu informieren die Gesellschafter der Hirschvogel Holding. Mitte November werden in einer Pressemitteilung die neuen Personalien bekannt gegeben.

Neue Geschäftsführer werden ab Januar 2021 neu bestellt

Auf Nachfrage unserer Redaktion gibt Michaela Heinle, in der Hirschvogel Holding für Presse und Marketing zuständig, den Ausblick, dass ab Januar 2021 drei Geschäftsführer neu bestellt werden.

Das Sagen haben im Unternehmen die Gesellschafter. An erster Stelle ist dabei Marc Hirschvogel zu nennen. Er ist Mehrheitsgesellschafter und Sohn des früheren Unternehmenschefs Dr. Manfred Hirschvogel, der im Sommer 2010 verstarb.

Nach dessen Tod oblag Josef Baumeister und Dr. Dirk Landgrebe die Geschäftsführung. Anfang 2012 übernahmen Frank Anisits (Produktion), Dr. Thomas Brücher (Einkauf, Entwicklung, Vertrieb) und Dr. Hermann Hätscher (Personal/Finanzen) die Verantwortung.

Nahender Vorruhestand zweier Geschäftsführer werden als Grund genannt

Und warum Ende 2020 der Wechsel an der Führung? Liegt es an den massiven Veränderungen der vergangenen zwei Jahre mit Veränderungen im Markt, Umsatzeinbrüchen und Folgen von Corona? Das Unternehmen findet dafür diese Worte: „Infolge des nahenden Vorruhestandes zweier Verantwortlicher innerhalb der kommenden zwei Jahre haben die Gesellschafter entschieden, frühzeitig an einer einheitlichen und konsequenten Nachfolgeregelung für die Geschäftsführung der Hirschvogel Automotive Group zu arbeiten.“ Mit der Formulierung des nahenden Vorruhestandes sind Alfons Hätscher und Thomas Brücher gemeint.

Erhalt und Sicherung einer langfristigen Perspektive für die Mitarbeiter sind oberstes Ziel

Oberstes Ziel seien der Erhalt und die Sicherung einer langfristigen Perspektive für die Hirschvogel-Mitarbeiter. „Dabei spielen Kontinuität, Standorttreue und Werteorientierung eine maßgebliche Rolle“, erklärt Michaela Heine von der Hirschvogel Holding. Im Stifterwillen der Frank-Hirschvogel-Stiftung sei dies ebenfalls festgeschrieben.

Viele Optionen wurden diskutiert und geprüft

Die Gesellschafter hätten in den vergangenen Monaten intensiv am Konzept für die Unternehmensführung der Zukunft gearbeitet, heißt es weiter. Viele Optionen wurden auf Basis des bisherigen Erfolgs, der Stabilität des Unternehmens und der zu erwartenden dramatischen Veränderungen der Regeln und Rahmenbedingungen auf den Märkten, in denen Hirschvogel tätig ist, diskutiert und geprüft.

Es seien alle sinnvollen und machbaren Optionen ausführlich analysiert, bewertet und entschieden worden. Die Führung der Hirschvogel Automotive Group soll ab Januar 2021 in die Verantwortung von drei neu zu bestellenden Geschäftsführern gegeben werden.

Die Gesellschafter der Hirschvogel Holding GmbH sind davon überzeugt, dass auch dieses neue Geschäftsführungstrio die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen mitbringt, den Transformationsprozess in der Automobilindustrie auf Basis der Hirschvogel-Werte mit Kontinuität zu gestalten, umzusetzen und damit auch die Arbeitsplätze der Hirschvogel-Mitarbeiter langfristig zu sichern.

JOHANNES JAIS

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