Das ist das Grundstück bei Denklingen, für das zunächst der Antrag auf Starts und Landungen für Ultraleichtflugzeuge gestellt wurde. Dort wurde heuer Weidelgras angebaut und geerntet.
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Das ist das Grundstück bei Denklingen, für das zunächst der Antrag auf Starts und Landungen für Ultraleichtflugzeuge gestellt wurde. Dort wurde heuer Weidelgras angebaut und geerntet.

Anton Eirenschmalz und Michael Riedle ziehen ihren Antrag nach Protesten zurück

Keine Start- und Landebahn bei Denklingen

Anton Eirenschmalz und Michael Riedle werden das beantragte Projekt der Start- und Landebahn auf Denklinger Flur zurückziehen und nicht weiterverfolgen. Das haben sie in einer aktuellen Stellungnahme erklärt.

Denklingen – „Ich finde es gut, dass Anton Eirenschmalz und Michael Riedle das einsehen – danke dafür“, sagt Ludwig Preisinger, der BBV-Ortsobmann und Jagdvorstand von Denklingen, der den Widerstand wesentlich initiiert hatte. Damit habe man das Ziel „im Sinn der Natur und Landwirtschaft“ erreicht.

Gemeinderat hatte mit 12:2 Stimmen dafür gestimmt

Denklingens Bürgermeister Andreas Braunegger will sich zum Thema selbst nicht äußern. Vielmehr übt er Kritik an „Fehlmeldungen“ in der Berichterstattung, weil im Zusammenhang mit der Start- und Landeerlaubnis der Begriff Flugplatz genannt wurde. Das Wort „Flugplatz“ stand auch auf einem Transparent, das von den Gegnern auf dem benachbarten Feld angebracht wurde und das im Zuge einer Protestveranstaltung in verschiedenen Zeitungen im Bild zu sehen war (wir haben berichtet).

Rückblick: Der Gemeinderat Denklingen hat im September wie berichtetet eine Start- und Landeerlaubnis im Bereich der Flur „Im Lengenfeld“ mit zwölf zu zwei Stimmen befürwortet. Die beiden Nein-Stimmen kamen von Michaela Killmann (Epfacher Liste) und Wolfgang Martin (Freie Wählergemeinschaft Denklingen).

Wiese wäre nicht betoniert worden

„Es war in keinster Weise beabsichtigt, mit diesem Projekt in meiner Nachbargemeinde (Anton Eirenschmalz) beziehungsweise in meiner ehemaligen Gemeinde (Michael Riedle) Unruhe zu stiften. Dass dieses Projekt ein solches Ausmaß in Denklingen beziehungsweise in der Öffentlichkeit annimmt und zu ungeahnten Reaktionen führen wird, war uns am Tag der Beantragung nicht bewusst und auch nicht gewollt“, schreiben Eirenschmalz und Riedle in der Stellungnahme vom Donnerstagabend.

Die Sachlage sei einseitig und teilweise falsch dargestellt worden, fahren die beiden Unternehmer fort. Bei der beantragten Start- und Landebahn hätte es sich alleinig um eine Rasenfläche mit 0,6 Hektar mit Außenlandeerlaubnis für zwei Ultraleichtflugzeuge gehandelt – bei maximal zwei Starts und Landungen pro Woche. Dies hätte eine Lärmbelästigung für die Bürger in Denklingen nach Meinung der beiden Unternehmer ausgeschlossen.

Ein Ultraleichtflugzeug verursache 59 Dezibel Lärm, schreiben Eirenschmalz und Riedle. Im Verhältnis dazu habe ein Modellflugzeug 77 Dezibel, nennen sie Zahlen. Und sie ergänzen: „Andernfalls wären auch die mehr als 70 weiteren Außenlandegenehmigungen im weiteren Umkreis nicht erteilt worden.“

Der ökologischen Verantwortung bewusst

Im Gegensatz zu Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen wäre die benötigte Wiese weiterhin biologisch bewirtschaftet und weder asphaltiert noch betoniert worden – und somit auch in Zukunft in der landwirtschaftlichen Nutzung gewesen, so die Antragsteller. „Wir bewirtschaften beide zusammen zirka 50 Hektar Landwirtschaft, davon ein Drittel mit rein biologischem Anbau, und sind uns unserer ökologischen Verantwortung bewusst.“ Außerdem seien „durch umwelt- und ressourcenschonendes Denken unsere Unternehmen weitestgehend CO2-neutral“, fügen Riedle und Eirenschmalz hinzu, die ihre Firmen in Schwabsoien und Hohenfurch haben.

Einige Tatsachen seien in diversen Presseberichten und auch in Social-Media-Kanälen falsch interpretiert und widergespiegelt worden, mahnen die Unternehmer. Um weitere Diskussionen und Proteste, die aufgrund der Berichterstattungen zu erwarten sind, zu verhindern, und um auch den Gemeinderat nicht unnötig zu belasten, haben Anton Eirenschmalz und Michael Riedle die Entscheidung getroffen, sich freiwillig aus dem Projekt zurückzuziehen – nicht ohne sich bei der Gemeinde für das entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken.

Johannes Jais

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