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Fast mystische Stimmung auf der Lichtung an der Crescentia-Kapelle bei Denklingen: Klangschalen-Therapeutin Anette Lind (li.) und drei ihrer Kollegen haben den Ort mit Klangschalen und Gongs mit Schwingungen erfüllt. 

Klangschalen an der Crescentiakapelle bei Denklingen

Die Welt im Ein-Klang

Etwas mystisches hat die kleine Lichtung bei Denklingen, an deren Eingang die kleine Mariengotte zu Ehren der Heiligen Crescentia von Kaufbeuren steht. Andachten finden hier genauso statt wie Hochzeiten oder Waldweihnachtsfeiern. Ein Ort des Gebetes und derMeditation.

Denklingen – Schwingungen der besonderen Art haben die kleine Lichtung am vergangenen Sonntag erfüllt: Vier Klangschalen-Therapeuten haben sich gemäß den vier Elementen mit ihren in entsprechenden Farben nach Feuer, Wasser, Erde und Luft bedeckten Tischen eingefunden. Darauf stehen die goldfarbenen, aus zumeist sieben Metallen bestehenden Schalen in unterschiedlicher Größe und Gewicht, die in aufwändiger Handarbeit in Indien, Tibet oder Nepal hergestellt werden. Dahinter jeweils zwei große Gongs.

In der Mitte der Lichtung lassen sich kurz nach Mittag rund 60 Teilnehmer allen Alters auf ihre mitgebrachten Decken nieder. Bereits am Vormittagstermin seien über 100 Personen gekommen, sagt Anette Lind, und ein dritter Termin am späten Nachmittag wird ebenfalls noch einmal viele Interessierte anziehen.

Abgestimmt mit den Instrumenten – insgesamt 36 Klangschalen, acht große Gongs sowie anderen Klangkörpern – von Anna Storhas, Robert Pflaum und Hans Thomanek, schlägt sie mit einem Schlägel oder Klöppel sanft an die Schalen, und schon bald ist der Raum auf der Lichtung erfüllt mit Schwingungen. Ein Phänomen dabei ist, dass eine Schale mehrere Töne gleichzeitig erzeugt, einen tiefen schwingenden Grundton sowie einen oder mehrere Obertöne.

Die Teilnehmer sitzen oder liegen auf ihren Decken, manche haben die Augen geschlossen. Für diejenigen, die in einer „Insekten-Einflugschneise“ Platz genommen haben, ist es etwas schwerer, zur Ruhe zu kommen. Doch bald schon wirken die Klangwellen auf alle Anwesenden. „Denn der menschliche Körper besteht zum Großteil aus Wasser und kann sich den Schwingungen nicht entziehen“, erklärt Anette Lind. Diese Schwingungen können beruhigend, aber auch vitalisierend sein, sind nicht nur über das Gehör wahrnehmbar, sie erreichen jede Zelle und „es entsteht eine sanfte, innere Massage“.

Die Schwingungen erheben sich nun, da die großen Gongs zum Einsatz kommen, fast zu einer Art durchdringender Lärm, und so mancher blickt hinauf zum Himmel, weil er dort ein Flugzeug wähnt. Die vormals hektisch umherschwirrenden Insekten scheinen verschwunden, die Vögel in den Baumwipfeln am Rande der Lichtung zwitschern jedoch unbeeindruckt weiter.

Und wer jetzt die Augen noch geöffnet hat, erlebt für einige Minuten ein wohl außergewöhnliches wie faszinierendes Schauspiel: Nachdem die kräftigen tiefen Töne verklungen sind, wechseln die Klangkünstler zu feinen, hellen, leisen und fast lieblichen hohen Klängen. Und wie auf ein Zeichen erheben sich unzählige Schmetterlinge, die vormals so hektisch schwirrenden Insekten scheinen ihren Flug erneut, aber wesentlich sanfter aufzunehmen, Libellen stehen in der Luft. Die Sonne lugt wieder hinter den Wolken hervor, und im gleichen Moment schwebt ein kleiner brauner Waldvogel tief über die Lichtung.

Es ist eines jener Bilder des Moments, die für immer im Gedächtnis bleiben. Die Welt im Ein-Klang. Nach gut einer Stunde erheben sich die Teilnehmer, manche noch immer eingehüllt von der intensiven Wirkung des Klangteppiches. Wie etwa Gisela Schilcher aus Schongau, die sich bei Anette Lind bedankt: „Es war überwältigend schön“, sagt sie.

Die Klänge haben die Teilnehmer durchaus individuell erlebt. Manche beschreiben sie als Reise, andere wie ein Bad. Und wieder andere hatten das Gefühl, mit ihnen eins zu sein. Sie empfanden sie als durchdringend, dann wiederum als umhüllend, tragend und ordnend.

Eine ähnliche Klangschalen-Veranstaltung ist für Freitag, 7. September, in Landsberg geplant, dann jedoch in einer Turnhalle mit gleich fünf Therapeuten. Es wird auch einen sogenannten „Königsplatz“ geben, der in der Mitte des Raumes steht. Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 08191/9373879 oder mail@anette-lind.de.

von Myrjam C. Trunk

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