Der Lustberghof an der B 17 bei Denklingen wird umgebaut beziehungsweise erweitert.
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Der Lustberghof an der B 17 bei Denklingen wird umgebaut beziehungsweise erweitert.

Gemeinderat Denklingen stimmt Erweiterung zu – Ferienwohnungen statt Hotelzimmer – Keine Tankstelle

Lustberghof wird größer

Der Lustberghof an der Bundesstraße 17 bei Denklingen soll umgebaut und aufgestockt werden. Dort will der Eigentümer, der im Landkreis Dachau zu Hause ist, anstelle von Hotelzimmern künftig Ferienapartments einrichten. Außerdem soll auf der Westseite – von der Straßenseite abgewandt – ein Anbau entstehen, in dem der Betriebsleiter beziehungsweise der Pächter vor Ort wohnen kann.

Denklingen - Das wurde jetzt im Denklinger Gemeinderat bekannt gegeben.

Das Gremium hatte sich dazu mit einem Antrag auf Vorbescheid befassen müssen, den der Eigentümer jüngst eingereicht hatte. In dem Gasthof, der zwischen Landsberg und Schongau direkt an der viel befahrenen B 17 liegt, betreibt die Familie Kalogiannis seit dem Jahr 2018 ein griechisches Restaurant.

Die Gemeinde befürwortet die beantragten baulichen Veränderungen beziehungsweise Ergänzungen. Es heißt, dass die Entstehung einer Splittersiedlung nicht zu befürchten sei, wenn das Vorhaben ausschließlich die Umnutzung von Hotelzimmern in Ferienwohnungen vorsieht. Stichwort dafür ist eine vorübergehende und nicht dauerhafte Beherbergung.

Eine Nutzung zu Wohnzwecken wird seitens der Gemeinde ausdrücklich ausgeschlossen. Einzig die Betriebsleiterwohnung, die auf der Westseite des Lustberghofs entstehen soll, könne genehmigt werden.

Insgesamt hat der Eigentümer und Investor seinen Antrag auf Vorbescheid mit zwölf Fragen „garniert“, über die im Gemeinderat einzeln abgestimmt wurde. Darunter sind vier Punkte wesentlich: Neben der Ausrichtung auf Ferienwohnungen und dem „Ja“ zu einem Gebäude für den Betriebsleiter kann ein Treppenhaus mit Aufzug angebaut werden, um die Appartements im Obergeschoss und im Dachgeschoss zu erschließen.

Des Weiteren sind die Räte auch damit einverstanden, dass eine ordentliche Einfriedung errichtet wird, die rund zwei Meter hoch werden kann. Sie soll als Steinmauer mit Metallstäben ausgebildet werden. Mit dieser Einfriedung soll das Grundstück nach Norden und nach Osten hin zur B 17 abgegrenzt werden. Die Mauer ist als Schutz für Eltern mit spielenden Kindern gedacht. Die beabsichtigten Veränderungen – dazu gehören auch der Abriss und der Neubau von Küchenräumen – betreffen den gastronomischen Bereich.

Nichts mehr zu hören ist hingegen von dem früheren Vorstoß, nördlich des Lustberghofs eine Tankstelle zu errichten. Dieses Ansinnen – der potenzielle Investor dafür war aus Oberfranken – hatte vor fünf Jahren ein heftiges Pro und Contra ausgelöst (wir haben berichtet), zumal sich die nächstgelegene Tankstelle an der Bundesstraße 17 bei Kinsau weniger als drei Kilometer südlich davon befindet.

JOHANNES JAIS

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