So soll der Saal im Denklinger Bürger- und Vereinezentrum mal ausschauen, wenn er zur Eröffnung (noch 2021) komplett eingerichtet ist. Er ist so breit, dass sechs Tischreihen aufgestellt werden können.
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So soll der Saal im Denklinger Bürger- und Vereinezentrum mal ausschauen, wenn er zur Eröffnung (noch 2021) komplett eingerichtet ist. Er ist so breit, dass sechs Tischreihen aufgestellt werden können.

Vorstellung der Inneneinrichtung des neuen Bürger- und Vereinezentrums im Denklinger Gemeinderat

Mit Akustikdecke und modernen Kronleuchtern

Der große Saal im neuen Denklinger Bürger- und Vereinezentrum, der bei Reihenbestuhlung 500 Besucher aufnehmen kann, soll mit viel Holz, einer Akustikdecke und mit dezent abgehängten modernen Kronleuchtern eine angenehme Atmosphäre vermitteln. Darauf arbeitet Innenarchitektin Brigitte Walther hin.

Denklingen - Derweil haben die Denklinger Gemeinderäte – bei zwei Gegenstimmen – die Aufträge für die Küchenausstattung vergeben. Sie kostet gut 250 000 Euro. Der Auftrag geht an eine Firma aus Augsburg. Fünf Angebote waren abgegeben worden. Mit dieser Küche werde man für den gastronomischen Betrieb „ideale Voraussetzungen“ vorfinden, kommentierte zweiter Bürgermeister Norbert Walter, der die Sitzung anstelle des erkrankten Rathauschefs Andreas Braunegger leitete.

In Sachen Pächter für die Gastronomie erklärte Geschäftsleiter Johann Hartmann, dass schon Bewerber da gewesen seien. Die Gemeinde sei in Gesprächen mit Interessenten. Bürgermeister Braunegger hatte schon früher erklärt, dass er dem Gastronomen bei Bedarf auch eine Wohnung im Ort vermitteln könne.

Aus dem großen Raum im Bürger- und Vereinezentrum, der in seiner Konstruktion mit den Stützen an den Seiten und den Trägern an der Decke im Rohzustand an eine Gewerbehalle erinnert, gilt es nunmehr, einen modernen Saal mit angenehmer Anmutung zu gestalten. Dieser Herausforderung stellt sich Planerin Brigitte Walther vom Büro „Arche-Architekten“ aus Kirchberg in der Nähe von Kitzbühel.

Walther hatte vier Jahre in Unterdießen gewohnt, ehe sie im Sommer 2020 umgezogen ist. Über eine Familie aus Epfach kam der Kontakt zu Bürgermeister Braunegger zustande.

Es hat sich gezeigt, dass zusätzlich zum Generalplaner Michael Riedle und zu den technischen Fachplanern für die verschiedenen Bereiche bei einem Projekt dieser Größenordnung der Rat eines Innenarchitekten notwendig ist.

Die Ausstattung des Saales, der das Herzstück im Bürger- und Vereinezentrum wird, bedeutet „mehr als Wände und Türen“, formuliert es Innenarchitektin Walther. Als Bodenbelag werde Eichenholz genommen, schilderte sie im Gemeinderat. Für die Akustikdecke werde ein geschnitztes Holz verwendet – ähnlich wie im Bürgersaal des Rathauses.

An der Glasfassade im Westen werde ein Vorhang zum Verdunkeln aufgehängt. Die Bedienung sei elektrisch. Die Idee, raumhohe Trennwände einzuziehen, sei dagegen verworfen worden. Die Seiten des Saales werden mit einer Holzverkleidung ausgeführt.

Für die Bar, die ebenso wie der Landjugendraum, die Cateringküche und die Kegelbahn auf der Nordseite des Gebäudes integriert werden, nehme man eine einfache Verkleidung. Mehr als 20 Ringe aus Aluminium mit einem LED-Band werden an der Decke im Saal abgehängt. Walther spricht vom „modernen Kronleuchtern“.

Von der Gastronomie auf der Südseite aus kann bei Bedarf die Wand zum Saal hin geöffnet werden. Zur Gastronomie gehört ein Bereich, der als Nebenzimmer abgeteilt werden kann, aber auch eine Terrasse mit Blick zu den Fußballplätzen.

Der Saal misst in der Länge mehr als 27 Meter und in der Breite 16 Meter. Die Bühne ist elf Meter breit und neun Meter tief. Wenn Tische aufgestellt werden, können gut 350 Gäste im Saal bewirtet werden. Bei Reihenbestuhlung – zum Beispiel bei einem Konzert oder einer Theateraufführung – beträgt die Kapazität 500 Besucher. Damit entsteht in Denklingen der größte Saal zwischen Landsberg, Peißenberg und Marktoberdorf, der jedoch nicht sportlich genutzt wird.

JOHANNES JAIS

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