Möglichst viel Zeit soll bei der Denklinger Ferienbetreuung im Freien verbracht werden.
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Möglichst viel Zeit soll bei der Denklinger Ferienbetreuung im Freien verbracht werden.

Arbeiterwohlfahrt will das Angebot an der Grundschule organisieren

Neuer Anlauf für Denklinger Ferienbetreuung

Im vergangenen Schuljahr ist eine Ferienbetreuung in Denklingen mangels Interesse nicht zustande gekommen. Für das Unterrichtsjahr ab September 2020 bis in den Sommer 2021 will die Arbeiterwohlfahrt Oberbayern (AWO) an der Grundschule in Denklingen aber ein Angebot organisieren.

Denklingen – Bisher war die Ferienbetreuung für die Denklinger Grundschüler und für die Geschwister vorgesehen. Mittlerweile hat die Frank-Hirschvogel-Stiftung Interesse bekundet, so ein Angebot finanziell zu unterstützen, wenn Zielgruppe und Betreuungszeiten ausgeweitet werden können.

Die Elternbeiträge werden demnach von der Stiftung übernommen. So entfallen nur die Verpflegungskosten beziehungsweise der Aufwand für Material zum Basteln auf die Eltern.

Mindestens 14 Kinder müssen teilnehmen

Die Gemeinde Denklingen schließt mit der Arbeiterwohlfahrt eine Vereinbarung, wonach sie für die Ferienbetreuung 2021 einen Betrag von 17 500 Euro beisteuert, wie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates beschlossen wurde. Zugrunde gelegt wird, dass mindestens 14 Kinder daran teilnehmen.

Die Ferienbetreuung der AWO ist für Buben und Mädchen der Grundschule Denklingen, aber auch für Kinder der Grundschule Apfeldorf/Kinsau gedacht. Ebenso wird sie für deren Geschwister im Alter von fünf bis zwölf Jahren angeboten. Zudem ist sie für solche Kinder gedacht, deren Väter oder Mütter in Denklinger Firmen arbeiten.

Auf aktuelle Entwicklungen reagiert

Bürgermeister Andreas Braunegger reagierte erfreut. Man habe in der AWO einen Partner gefunden, der auf aktuelle Entwicklungen reagiere und die Betreuung in den Ferienwochen ermöglicht, in denen die Eltern nicht Urlaub nehmen können. Ein Grund dafür könne sein, dass Väter und Mütter wegen des Lockdowns zu Corona heuer ihren Jahresurlaub ganz oder zumindest zum großen Teil schon vorgezogen hätten.

Die Koordination der Ferienbetreuung vor Ort hat Cornelia Eberle. Sie ist mit ihrem Team seit mehreren Jahren Ansprechpartnerin für die offene Ganztagsschule, die es in Denklingen seit dem Jahr 2016 gibt und in die derzeit 65 Buben und Mädchen gehen. Im Mittelpunkt der offenen Ganztagsschule steht die Förderung der Schüler mit Lernzeiten und Hausaufgabenbetreuung.

In den Räumen der Grundschule

Im Unterschied dazu wird bei der Ferienbetreuung die Erholung der Kinder in den Vordergrund gestellt: „Wir wollen Freizeitangebote, Erlebnisse und Abenteuer bieten, kreativ werden und Ausflüge in die nähere Umgebung machen“, beschreibt Linda Quadflieg von der AWO Oberbayern das Angebot.

Geplant sei, ab den Herbstferien eine Betreuung zu ermöglichen sowie im kommenden Jahr in den Faschings-, Oster-, Pfingst- und Sommerferien. Vorgesehen ist, mit einer Gruppe zu starten, in die bis zu 25 Kinder aufgenommen werden. 14 Kinder müssen mindestens angemeldet werden.

Die Betreuung soll in der Grundschule Denklingen stattfinden, vorrangig in den Räumen der offenen Ganztagsschule, aber auch in den Fachräumen und im Pausenhof. Linda Quadflieg von der AWO-Unternehmenskommunikation ergänzt: „Wir wollen häufig draußen sein.“

Johannes Jais

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