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Lichterloh brannte am Montagmorgen der Stadel bei Epfach

Die Kripo ermittelt

Wieder brennen zwei Stadel in der Region: Kripo mit schlimmem Verdacht

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Langsam wird es unheimlich: Schon wieder brannte im Lechrain ein Stadel und wurde völlig zerstört, wenig später brannte ein zweiter in Wessobrunn. Die Kripo ermittelt, sucht nach Zusammenhängen zwischen jetzt sechs Stadelbränden, man geht von Brandstiftung aus.

Update vom 17. Januar: Die Brandserie im Lechrain könnte beendet sein: Nach einem weiteren Stadelbrand in Unterdiessen in der Nacht auf Freitag hat die Polizei zwei Verdächtige festgenommen.

Wieder brennen zwei Stadel in der Region: Kripo mit schlimmem Verdacht

Epfach/Wessobrunn - Montagmorgen gegen 5.20 Uhr kam der Alarm: Eine Scheune in Guttenstall bei Epfach brennt, Verkehrsteilnehmer riefen die Feuerwehr. „Als wir eintrafen, stand der Stadel schon voll in Flammen“, so Tobias Kettner, Kreisbrandmeister aus Denklingen. Die Feuerwehr aus Epfach war als erstes vor Ort, außerdem waren die Feuerwehren aus Hohenfurch und Schongau alarmiert worden, auch die Reichlinger Feuerwehrkräfte waren dabei. Von der Kreisstraße aus sei der Löschaufbau gut machbar gewesen, so Knettner, die Drehleiter aus Schongau wurde nicht benötigt und konnte wieder umdrehen, dafür aber war das Schongauer Tanklöschfahrzeug sehr wertvoll. 

Stadel fiel in sich zusammen 

Auch diverse Fässer von hilfreichen Landwirten kamen zum Einsatz. Viel zu machen war zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr. Wie Herbst berichtet, fiel der Stadel dann einfach in sich zusammen. Der Sachschaden ist hoch und wird von der Polizei auf rund 100 000 Euro geschätzt. Kreisbrandrat Johann Koller hatte eine weitere wichtige Information parat: Während Fachleute und Kriminalpolizei noch mit der Begutachtung der Feuerstelle in Epfach beschäftigt waren, brannte ab dem späten Vormittag ein zweiter Stadel in der Umgebung, diesmal in Wessobrunn. 

Ist Brandstifter am Werk? Bilder vom Stadelbrand in Epfach

Brandstiftung liegt nahe

Zeugen hatten gegen 10.50 Uhr eine Rauchfahne bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Und tags zuvor, in den Morgenstunden des Sonntags, brannte in der Nachbargemeinde Wielenbach ein frei stehender Heustadel nieder. Also gleich drei weitere Brände binnen von zwei Tagen, die zur Stadelbrand-Serie in der Region passen? Gehen diese alle auf das Konto eines Brandstifters? Bei der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck geht man nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass das Feuer bei Epfach absichtlich gelegt wurde. „Der Verdacht liegt nahe“, bestätigt auch der Denklinger Kreisbrandmeister Kettner auf Nachfrage, denn der Stadel im Außenbereich sei bis auf landwirtschaftliche Geräte und Stroh leer gewesen. „Es gibt dort keinen Strom, auch keine Motoren“, so Kettner. Auch für die beiden Brände bei Weilheim schließen die Ermittler Brandstiftung nicht aus, „es muss aber nicht der gleiche Täter sein“, so ein Polizeisprecher.

Die Kripo ermittelt

Bereits am 14. Dezember war in Rott ein Stadel niedergebrannt, am gleichen Tag in Vilgertshofen, ein Tag später in Fuchstal. Der erste Stadelbrand am 6. Dezember in Tannenberg war wohl keine Brandstiftung, sondern Folge von Arbeiten an dem landwirtschaftlichen Gebäude. Am Donnerstagabend hatte jemand im Wald zwischen Birkland und Herzogsägmühle gezündelt. Zeugen hatten einen Mann wegfahren sehen. Gegen den 26-Jährigen aus dem Ostallgäu wurde wegen möglicher Brandstiftung ermittelt.

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200.000 Euro Sachschaden entstand bei dem Brand in Tannenberg - der Stadel wurde abgerissen

Die Kommunalwahlen stehen vor der Türe, auch in Peiting.

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