Brigitte Brich ist mit Leib und Seele Jugendleiterin im Denklinger Schützenverein.
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Brigitte Brich ist mit Leib und Seele Jugendleiterin im Denklinger Schützenverein.

Brigitte Brich (60) für Arbeit bei Denklingens Schützen mit Ehrenzeichen ausgezeichnet

Seit 24 Jahren Jugendleiterin

„Wir sind so richtige Vereinsmeier“: Das bekennt Brigitte Brich aus Denklingen. Das „Wir“ bezieht sie auf ihren Mann und sich: Beide sind seit Jahrzehnten prägende Gesichter im Schützenverein „Frohsinn“ in Denklingen. Für ihren Einsatz, vor allem als Jugendleiterin, ist Brigitte Brich mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten gewürdigt worden.

Denklingen - Immerhin seit 24 Jahren ist Brigitte Brich (60) Jugendleiterin im Verein. Beim Training und in Wettkämpfen hat sie viele junge Leute gefördert. „Manche haben viel Talent, hören aber wieder auf“, hat die Jugendleiterin im Lauf der Jahre festgestellt.

Zum Training haben sich die Jugendlichen jede Woche getroffen. Vor besonderen Ereignissen ist unter der Woche zusätzlich eine Schießzeit angesetzt worden. Eine Zeit lang hatte der Denklinger Schützenverein, der dem Gau Landsberg angehört, auch eine eigene Jugendmannschaft.

Wenn es mit den jungen Schützen zum Vergleich in andere Ortschaften ging, „war ich meistens der Fahrer“, schildert Brigitte Brich. Gern hat sie die jungen Leute auch zum Gauschießen mitgenommen. Besonders hat sie sich darüber gefreut, dass mal ein Bursche aus dem Verein beim Wettbewerb zum Gaujugendkönig den zweiten Platz erreicht hat.

Die Frau, die sich um die zeitaufwändige Nachwuchsarbeit gekümmert hat, war selbst in der Jugend keine Schützin. Brigitte Brich stammt aus Hohenfurch. Ihr Mann Peter und sie haben früh geheiratet, mittlerweile sind es 40 Jahre im Ehebund. Die Tochter ist längst erwachsen, der Sohn verstarb vor einigen Jahren.

Zum Schießsport kam Brich über ihren Mann. Seit 1983 gehört sie dem Schützenverein an, seit 1996 ist sie Jugendleiterin. Sie selbst ist auf das Luftgewehr spezialisiert, die Pistole nimmt sie beim Schießsport nicht in die Hand. Denklingen hat zwei Luftgewehrmannschaften. In einer davon ist die Jugendleiterin mit dabei.

Das Schießen sei ein ruhiger Sport, es käme wesentlich auf die Konzentration an, so Brich. Das Training könne jungen Leuten genauso wie Erwachsenen einiges für den Alltag geben. Damit meint sie vor allem, sich hinzustellen und ein Ziel genau anzuvisieren.

Seit zwölf Jahren hat die engagierte Frau, die in Teilzeit als kaufmännische Angestellte bei einer Baufirma arbeitet, auch bei den Altpapiersammlungen die organisatorischen Fäden in der Hand. Da kann sie auf 15 Helfer zurückgreifen, wenn der Verein in Denklingen und Dienhausen Pappe und Papier von den Häusern und Wohnungen abholt.

Momentan ruhen wie überall die Aktivitäten im Verein, der knapp 200 Mitglieder zählt. Peter Brich war früher der Vorstand bei den „Frohsinn“-Schützen, und zwar von 1986 bis 2006. Doch er übernahm auch über den Ort hinaus Verantwortung. Neun Jahre war er Gauschützenmeister im Bereich Landsberg.

Die ganzen Einschränkungen wegen Corona haben spürbare Auswirkungen auf die Vereinsarbeit. Brigitte Brich bedauert, dass so lange Stillstand herrscht. Die Hoffnung ist, dass im Verein in diesem Jahr wieder Aktivitäten möglich sind. Und dass die Denklinger Schützen das zeigen können, was bei ihnen im Vereinsnamen steht: „Frohsinn“.

JOHANNES JAIS

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