Hammer-Urteil im Diesel-Skandal gegen VW: BGH-Entscheidung ist gefallen

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Um die rechteckige Fläche soll der Parkplatz am Badestrand des Deutensees erweitert werden. fkn

Deutensee: Mehr Parkplätze für Fischer und Badegäste

Peiting - Fischer und Badegäste müssen sich künftig am Deutensee mit dem Auto nicht mehr querstellen. Die Zeiten der mühsamen Parkplatzssuche sind nämlich vorbei. Der Peitinger Gemeinderat hat zusätzliche Stellflächen beschlossen.

Josef Huber ist es leid. Er ist Anlieger am Deutensee und hat stets dasselbe Bild vor Augen: Fahrzeuge, die seine Hoffläche zuparken. Grund: Vor Ort gibt es einfach zuwenig Stellplätze. Darum suchen sich Fischer, Besucher und Badegäste jedes freie Fleckerl - und dazu gehört auch Hubers Anwesen. Mit seinem Anliegen ist er an den Fischereiverein herangetreten. Der wiederum hat nun beim Peitinger Gemeinderat beantragt, den bestehenden Parkplatz zu erweitern und die Schranke abzubauen. Jetzt war das Thema im Gemeinderat.

„Zunächst mussten wir die Gemeinde Steingaden um Genehmigung bitten, da die Fläche an deren Straßen- und Wegenetz anschließt. Das Einverständnis liegt nun vor“, so Jochen Rohrmoser. Der Marktbaumeister erklärte, dass mit sechs zusätzlichen Stellplätzen bis zu 22 Fahrzeuge ordentlich parken können. „Der Bereich soll aufgekiest und mit einer wassergebundenen Decke versehen werden.“ Die Kosten schätzt Rohrmoser auf 3000 bis 5000 Euro. Der Betrag kann aus dem allgemeinen Straßen- und Wege-Unterhaltskonto entnommen werden.

„Ich finde es grundsätzlich gut, wenn es mehr Stellplätze gibt. Jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass einige direkt unter Eichenbäumen geplant sind. Wer haftet, wenn dann mal ein Ast aufs Auto fällt?“, wollte Thomas Brennauer (Grüne) wissen. „Gute Frage“, antwortete Hauptamtsleiter Stefan Kort. „In der Regel ist das wohl die Gemeinde, weil wir den Parkplatz anbieten.“ Als Haarspalterei empfand diesen Hinweis Herwig Skalitza (CSU): „Es gibt doch sehr viele Parkflächen unterhalb von Bäumen, z.B. am Hauptplatz oder am Friedhof.“ Bei einem „bärigen Sturm“ würde sich schon niemand genau unter die Eichen stellen, ergänzte Franz Seidel (BVP). „Ich finde, dass man den Antrag jetzt nicht zerpflücken muss.“

Dem stimmte auch Eric Bader (CSU) zu und hatte noch einen entscheidenden Tipp auf Lager: „Wir sollten nur bis zur Baumkrone aufkiesen. Denn so breit, wie die ist, geht normalerweise auch das Wurzelwerk. Und das wollen wir ja nicht beschädigen.“

Einstimmig sprach sich das Gremium für die Erweiterung des Parkplatzes aus.

sak

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