Präsentierten schon mal ein mögliches Modell: Daniel Blum (links) aus Schongau und Lucas Fritzsche aus Weilheim, die am Abenteuer Kino festhalten. foto: spe

Im Dialog mit Schongaus Kinobesitzer

Schongau - Die Bemühungen, ein Kinocenter im Altlandkreis zu etablieren, leben weiter. Jetzt nehmen die Jusos für Schongau einen neuerlichen Anlauf.

„Wir möchten auf keinen Fall den Eindruck vermitteln, dass sich nichts mehr rühren würde“, bekräftigten Daniel Blum (Schongau) und Lucas Fritzsche (Weilheim) namens der SPD-Jugendorganisation. Nicht zuletzt war das auch als Reaktion auf Aktivitäten der Schongauer CSU gedacht, die vor Wochenfrist über ihren Sprecher Michael Eberle hatte verlauten lassen, dem Projekt „einen neuen Schub“ geben zu wollen. Eine Überlegung dabei spielte auch ein zeitnahes Gespräch mit dem jetzigen Schongauer Kinobetreiber Otto Konrad. Eine Idee, die auch die Jungsozialisten bereits zuvor geäußert hatten. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte Daniel Blum, dass die entsprechenden Vorkehrungen auch bereits getroffen und der frühere City-Manager Martin Soyka durch Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman mit der Aufgabe betraut worden war, eine Gesprächsebene mit Konrad zu finden. Doch Soyka hat sein Engagement in Schongau mittlerweile beendet, „so dass wir quasi wieder von vorn anfangen mussten“, erklärt Blum.

Allerdings durchaus mit Erfolg. Denn was bislang fraktionsübergreifend misslang, hat nun ein konkretes Datum. Am morgigen Dienstag will sich Stadträtin Ilona Böse mit Otto Konrad zu einem Gespräch treffen. „Wir wollten ihn auf keinen Fall übergehen, wollen ihm aber auch nicht gleich mit einer großen Mannschaft überrollen“, sind sich Blum und Fritzsche einig, die optimale Variante gewählt zu haben.

Sollte bei diesem Gespräch nichts herauskommen, will man die Phase zwei angehen. In der sollen Gespräche mit den Bürgermeistern des Mittelzentrums, Falk Sluyterman (SPD), Michael Asam (Peiting, SPD) und Albert Hadersbeck (Altenstadt, CSU) geführt und diese Runde dann zu einer interkommunalen Projektgruppe erweitert werden, der auch die Jugendreferenten der Stadt- und Gemeinderäte angehören sollen. Parallel dazu will man aber auch mit Kinobetreibern sprechen und sich über deren Erfahrungen informieren sowie einen Fragebogen erstellen, mittels dessen Jugendliche aus der Region nach ihren Kino-Gewohnheiten gefragt werden sollen. „Wir haben auch schon überlegt, ob ein Neubau in Frage kommt“, so Blum, der sich das Areal der Möbel-Centrale in Altenstadt vorstellen könnte.

Ein längeres Gespräch ist aber auch mit dem Peitinger Rathauschef Michael Asam geplant, der sofort, nach dem er von der ersten Juso-Initiative erfahren hatte, seine Mitarbeit signalisiert hatte. Bekanntlich hatten sich auch die Peitinger um ein Kinocenter bemüht, waren aber letztlich gescheitert, weil der Investor zu hohe Forderungen gestellt hatte. Asam glaubt dennoch, aus den Verhandlungen viel gelernt zu haben. „Ich denke, dass ich das ein oder andere weiß, was man auf gar keinen Fall tun sollte.“

Bis es soweit ist, hoffen die Initiatoren zunächst jedoch auf ein positives Gespräch mit dem Schongauer Kino-Betreiber. „Vielleicht kann man ihn ja zumindest mit ins Boot holen, falls er die Aufgabe nicht allein stemmen möchte oder kann“, hoffen Blum und Fritzsche.

Stephan Penning

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Frau tot in Lech gefunden - es ist ein Ehedrama mit zweiter Leiche 
Eine tote Frau ist am Donnerstag im Lech in Schongau gefunden worden. Nun gibt es eine dramatische Entwicklung. Eine weitere Leiche wurde entdeckt. Die Polizei hat einen …
Frau tot in Lech gefunden - es ist ein Ehedrama mit zweiter Leiche 
Ab ins Wochenende: Vom Nachtfasching bis zum Kabarett
Faschingsumzug, Comedyabend oder doch lieber ein Konzert? Wer am Wochenende im Schongauer Land etwas unternehmen möchte, hat die Qual der Wahl. Wir haben die wichtigsten …
Ab ins Wochenende: Vom Nachtfasching bis zum Kabarett
„Da wurde Schindluder getrieben“
Der Kanal in der Hauptstraße in Apfeldorf ist in schlechtem Zustand.  Es gibt jedoch eine Möglichkeit, wie die Gemeinde bei der Sanierung relativ billig davon kommt.
„Da wurde Schindluder getrieben“
Herrliches Improtheater zündet Slapstick-Feuerwerk
Verrückt, skuril und höchstvergnüglich zeigte sich das Programm „Sappralott“ des Ensembles „Lafalott“ aus Fuchstal, das mit seinem Improtheater das Publikum im …
Herrliches Improtheater zündet Slapstick-Feuerwerk

Kommentare