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Doch genügend Fahrer für das Lechbrucker Löschfahrzeug

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Das neue Löschfahrzeug der Lechbrucker darf nur mit LKW-Führerschein geführt werden. os
Das neue Löschfahrzeug der Lechbrucker darf nur mit LKW-Führerschein geführt werden. os

Lechbruck - Die Gemeinde hat genügend Führerscheinbesitzer für sein Hilfeleistungslöschfahrzeug. Das haben der Vorstand des Feuerwehrvereins und der Lechbrucker Bürgermeister unisono klargestellt.

Insgesamt dürfen 20 der 60 Aktiven das LHF führen. Bei der Jahreshauptversammlung der Wehr war ein gegenteiliger Eindruck entstanden.

Bekannt ist das Problem aber bei vielen Wehren. „Ich habe aus dem Feuerwehrgesetz zitiert“, so Alexander Schneider. Der Pfrontener ist Kreisbrandmeister im Ostallgäu und war bei der Jahreshauptversammlung in Lechbruck dabei, als unter anderem von einem Kameraden das Thema Führerschein und gemeindlicher Zuschuss aufgebracht wurde. Schneider hatte daraufhin den Kameraden erklärt, dass, wenn kein Fahrer für ein Löschfahrzeug zur Verfügung stünde, nach dem Feuerwehrgesetz ein beliebiger Lkw-Fahrer, sogar auch Bauern, verpflichtet werden können.

Die Problematik ist durch die neuen, teilweisen sehr schweren Löschfahrzeuge entstanden, aber auch durch die Führerscheinklassen. Konnte man früher mit dem Pkw-Schein Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen lenken, ist mit der Klasse C diese Möglichkeit verwehrt. Woraus sich massive Probleme für die Rettungsdienste wie Rotes Kreuz und Feuerwehr ergaben. Dafür hatte man bei der Feuerwehr eine Möglichkeit gefunden, ein entsprechende Schulung gibt den Kameraden einen Schein bis 7,49 Tonnen an die Hand. Darüberhinaus braucht es aber einen reinen Lkw-Führerschein, wie auch für das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug der Lechbrucker, das mit seinem großen Wassertank mehr als zehn Tonnen auf die Waage bringt.

Vor einigen Jahren noch hatte man im Gemeinderat über eine Zuschuss zum Lkw-Führerschein nachgedacht. Den sollte jeder bekommen, der im Gegenzug der Wehr als Fahrer zur Verfügung stünde, mittlerweile ist davon aber nicht mehr die Rede. Noch in der Jahresversammlung hatte Helmut Angl klargestellt, dass man niemanden verpflichten könne, der Wehr über einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung zu stehen. Wenn einer nach drei Jahren Lechbruck verlassen wolle, könne man ihn weder daran hindern noch Geld zurückfordern. Deshalb, so Angl, zahle die Gemeinde nicht.

Dass es auch anders geht, weiß man in Prem. Dort habe man einen Vertrag abgeschlossen, so Bürgermeister Herbert Sieber. Drei junge Premer hatten daraufhin eine Zuschuss zu ihrem Führerschein bekommen, müssen nun ihre Zeit „ableisten“ oder zurückzahlen. In Prem allerdings kennt man das Problem mit den verfügbaren Fahrern. Viele der Führerscheinbesitzer müssten untertags arbeiten - auch außerhalb des Ortes - und seien nicht sofort verfügbar. Weshalb aber auch in Lechbruck die Mitarbeiter des Bauhofes bei der Feuerwehr sind. Sie haben einerseits den nötigen Führerschein und sind andererseits auch ständig im Ort verfügbar.

Oliver Sommer

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