Die Dorfmitte in Tannenberg Links neben dem Buswartehäuschen soll der neue Brunnen errichtet werden.

Gemeinderat Burggen

Ein Dorfbrunnen für Tannenberg

Tannenberg - Auf vielfachen Wunsch von Tannenberger Bürgern soll in der Ortsmitte (auf dem Areal neben dem Buswartehäuschen) ein Gemeindedorfbrunnen erstellt werden. Die Dorfansicht könnte durch diese bauliche Maßnahme erheblich verbessert werden.

„Früher stand in der Mitte der Straße ein Eisenbrunnen“, berichtete der Tannenberger Hans Welz bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Burggen. Eine 90 auf 80 Zentimeter große Eisenplatte sei vom damaligen Dorfbrunnen noch vorhanden. Sie könnte in den neuen Brunnen wieder integriert werden. Hinzu kommt: Seitens der vielen Radler, die durch Tannenberg fahren, sowie auch von den Fußgängern, die auf dem Weg zum Weichberg sind, wird immer wieder nach einer Trinkmöglichkeit in Tannenberg gefragt. Ein Gemeindedorfbrunnen soll nun dieses Trinkwasser liefern. Was die Kosten für einen Brunnen betrifft, hat sich zweiter Bürgermeister Albert Bißle – er kommt wie Hans Welz ebenfalls aus Tannenberg – schon mal umgehört. Ein fertiger Betonbrunnen mit Säule wird mit rund 1500 Euro veranschlagt. Hinsichtlich der Finanzierung schaut es gut aus, „denn an Spendengeldern sind bereits 1300 Euro zugesagt worden“, konnte Bißle berichten. Gemeinderätin Gabi Höfler kann sich vorstellen, dass bei einem Einweihungsfest ebenfalls noch Geld eingeht. „Restkosten für die Erstellung des Brunnens sollen von der Gemeinde Burggen getragen werden“, so Hans Welz. Als Standort ist der Platz links vom Buswartehäuschen in der Ortsmitte vorgesehen. Der Wasserbrunnen kann auf kurzem Weg an das vorhandene öffentliche Wasserversorgungsnetz angeschlossen werden. Die Herstellung des Brunnens mit Anschlussarbeiten, Pflasterarbeiten und Bauunterhalt soll durch die Gemeindearbeiter erfolgen. „Einige Tannenberger Bürger stehen mit ihrer Arbeitskraft zusätzlich zur Verfügung“, informierte Hans Welz die Burggener Gemeinderäte. Die Tannenberger gehen davon aus, dass am Dorfbrunnen das Wasser ständig läuft – so wie am Brunnen in Burggen. „Wir erwarten eine Gleichbehandlung“, machte zweiter Bürgermeister Bißle deutlich. Allerdings befürchten einige Burggener Gemeinderäte, dass durch den neuen Dorfbrunnen in Tannenberg zuviel Trinkwasser vergeudet werden könnte. „Die Idee mit dem Brunnen ist gut, aber Trinkwasser ist ein wertvolles Nahrungsmittel und sehr teuer“, gab Wolfgang Lory zu bedenken. „Man sollte die Ausflussmenge reduzieren“, schlug Hans Baumer vor. In Trockenphasen könnte man den Brunnen abstellen, um Wasser zu sparen, fügte Thomas Kirchhofer noch hinzu. „Bei einer kleinen Düse fließen täglich höchstens zwei Kubikmeter Wasser ab“, beruhigte Albert Bißle. Außerdem weisen die Tannenberger darauf hin, dass Burggen einst durch Tannenberg zu einer günstigen Wasserversogung gekommen ist. „Wir wollen die Tannenberger nicht zu kurz kommen lassen“, sicherte Bürgermeister Joseph Schuster in der Brunnenfrage zu.

mg

Auch interessant

Kommentare