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Dorfplatz: Zwei Preisträger sagen ab

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Nach dem Wettbewerb zur Gestaltung der Dorfmitte: Erklärungen des Preisträgers Peter Wich von terra.nova. Rechts Denklingens Bürgermeister Michael Kießling. © Jais

Mit der Begründung, dass sie nach dem Architektenwettbewerb zum Dorfplatz beim Gasthof Hirsch (künftig neues Rathaus) punktemäßig so weit hinter dem Gewinner liegen, dass sie keine Chance zur Einholung sehen, haben die zwei Preisträger mit dem dritten Platz die Verhandlungsgespräche abgesagt.

Denklingen – Dabei sollte das Preisgericht in einer zweiten Runde Kriterien wie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Büros abklopfen. Damit steht fest, dass es keine Bewerbergespräche mehr im Rahmen des VgV-Verfahrens geben wird. VgV steht für Vergabeverordnung bei öffentlichen Aufträgen. Diese dienen dazu, einen Bewerber zu finden. Da die Drittplatzierten abgesagt haben, bleibt somit „nur“ der erste Preisträger übrig.

Der nächste Schritt wird sein, dass der Gemeinderat über den Vertrag mit dem Landschaftsplaner entscheiden muss, blickt Bürgermeister Michael Kießling voraus.

Wie berichtet, hatte das Preisgericht aus 22 eingereichten Vorschlägen 15 Entwürfe ausgewählt und zur detaillierten Ausarbeitung eingeladen. Durchsetzen konnte sich beim Wettbewerb das Büro terra.nova aus München. Die Entscheidung war „sehr eindeutig“, erklärte Ende Januar Rolf Lynen; der Stadtplaner und Landschaftsarchitekt aus Freising war Vorsitzender des Preisgerichts für den Wettbewerb in Denklingen.

Das Münchner Büro terra.nova hat insgesamt 14 Angestellte. Gesellschafter sind Peter Wich und sein Bruder Martin.

Der Vorschlag sieht vor, die Barrierefreiheit mit einer Anhebung der Straße um 20 Zentimeter und einem leichten Anstieg von zwei bis drei Prozent vor dem Rathaus zu erreichen.

Allgemein Anerkennung fand im Preisgericht die Idee, mehr Platz vor dem Kriegerdenkmal zu schaffen, die Hauptstraße dort leicht nach Osten zu verschwenken und an einer Stelle auf 5,50 Meter zu verengen, um so den Verkehr in der Dorfmitte zu beruhigen.

Das Preisgeld für den Gewinner beträgt 18 000 Euro. Ein zweiter Platz wurde nicht vergeben. Den dritten Platz (Preisgeld jeweils 8500 Euro) teilen sich zwei Landschaftsarchitekten aus Freiburg und Freising.

Johannes Jais

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