Drainageleitung: Schaden behoben, aber Mehrkosten

Schwabsoien - Die lange Geschichte der beschädigten Drainageleitung im Schwabsoier Neubaugebiet „Am Punzenberg“ ist zwar zuende. Thema im Gemeinderat war das Ärgernis jetzt aber dennoch wieder.

Schwabsoien - Bei Bauarbeiten zu dem Neubaugebiet war die etwa 1,20 Meter unter der Erde und in Rollkies gelegene Sickerleitung - von Unbekannt - beschädigt worden. Vermutlich war ein schwerer Lkw darüber gefahren.

Nach Feststellung des Schadens hatte sich die Marktoberdorfer Baufirma Schmid mit der Gemeinde darauf geeinigt, den Schaden zu beheben: Und: Man wollte sich die Kosten teilen. Auf beide Seiten wären nach damaliger Schätzung rund 4300 Euro zugekommen (wir haben berichtet).

In der Zwischenzeit, so berichtete Schwabsoiens Rathauschef Konrad Sepp in der jüngsten Gemeinderatssitzung, sei der Schaden behoben, alles ausgebessert und die Fläche wieder hergerichtet worden. Aber auch bei diesen Arbeiten sei nicht alles glatt gelaufen.

Denn nach einem Ortstermin mit zwei Experten war beschlossen worden, nahe der beschädigten Drainageleitung einen Alternativstrang auszubaggern. „Dabei ist aber nicht bedacht worden, dass die Sickerleitung mit Rollkies umgeben ist“, schilderte Sepp. Und dieser Kies sei beim Baggern der Nebenroute natürlich in Bewegung geraten und habe sich verteilt. „Außerdem hat es während der Bauarbeiten so stark geregnet, dass die beiden beteiligten Bauarbeiter da fast abgesoffen wären“, so Sepp weiter.

Kurzum: Schaden behoben, aber durch die Mehrarbeit konnte der gemachte Kostenrahmen nicht eingehalten werden: „Allein die Arbeitszeit hat sich von geplanten 25 auf 48 Stunden erhöht“, führte der Schwabsoier Bürgermeister aus. Die Baggerstunden haben sich von 25 auf 46, die Lkw-Stunden von zehn auf 19 Stunden erhöht. „Und da wir mit der Firma Schmid kein Pauschalangebot ausgemacht haben, sind nun natürlich die Kosten neu berechnet worden.“

Will heißen: Für die Arbeiten hat die Firma statt der ursprünglich gedachten 8700 Euro nun rund 12 000 Euro in Rechnung gestellt - wieder mit dem Angebot, die Hälfte der Kosten zu übernehmen. „Und ich finde, wir sollten die Firma, mit der wir schon immer gut zusammengearbeitet haben und die ansonsten immer gute Ergebnisse geliefert hat, nicht im Regen stehen lassen“, sagte Sepp.

Er war damit für die Idee, die Differenz zwischen dem ursprünglich gedachten und nun fälligen Beitrag der Gemeinde zu halbieren und auf den Anfangs-Beitrag zu addieren. So müsste die Gemeinde statt 4349 nun 5760 Euro zahlen. Dem stimmte der Gemeinderat auch einstimmig zu. Rudolf Kögel konnte sich eine Anmerkung aber nicht verkneifen: „Mir gefällt nicht, dass Fachleute vor der Aktion gesagt haben, das sei kein Problem, und dann ist doch eingetreten, was mir und anderen sonnenklar war, nämlich dass der Kies nachrutscht“, grummelte er. „Und dann auch noch bei Regenwetter baggern . . . “

jos

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