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Verleihung der Bürgermedaille inklusive Urkunde: Im Bild von links Wilhelm Götz, Elisabeth Fichtl, Vize-Bürgermeister Josef Epple und Rathauschef Guntram Vogelsgesang. Im Hintergrund die Liedertafel, die die Verleihung mit ihrem Gesang festlich untermalte.

nach 13 jahren pause in hohenfurch

Drei neue Träger der Bürgermedaille

Hohenfurch - 13 Jahre ist es her, dass in Hohenfurch letztmals eine Bürgermedaille verliehen wurde. Diese Durststrecke ist seit vergangenem Dienstag beendet. Bei der Bürgerversammlung waren es gleich drei verdiente Hohenfurcher, die mit der nach der Ehrenbürgerschaft zweithöchsten gemeindlichen Auszeichnung gewürdigt wurden – Elisabeth Fichtl, Wilhelm Götz und Josef Epple.

Man schrieb das Jahr 1989, als vom damaligen Bürgermeister Johann Moser und dem Gemeinderat eine Satzung über die Auszeichnungen der Gemeinde erlassen wurde. Wenig später wurden im Zuge der 800-Jahr-Feier die ersten sechs Persönlichkeiten ausgezeichnet, die mittlerweile bereits alle verstorben sind. In den Folgejahren erhielten acht weitere Hohenfurcher Medaille und Urkunde. Es sind dies Sebastian Brömauer, Hans Linder sen., Ilse Fichtl, Michael Fichtl, Werner Rohrmoser, Bartholomäus Kees, Helmut Linder und Konrad Schmölz.

Zur festlichen Verleihung im Rahmen der Bürgerversammlung war auch die Hohenfurcher Liedertafel gekommen, deren Vorsitzender Willi Götz seit über 27 Jahren ist. Götz wirkte in der Vergangenheit immer wieder beim Gauadventsingen des Lechgaus in Hohenfurch mit, beteiligte sich am Jahreskonzert der Blaskapelle und ist wichtiger Partner beim Weihnachtsmarkt.

Immer am zweiten Sonntag im September stellt er zudem seinen Hof für das „Fest am Stoa“ zur Verfügung. Doch nicht nur der Chor bestimmt sein Leben. Im Faschingsclub war er 1971 Gründungsmitglied, engagierte sich später als Elferrat und war hernach vier Jahre dritter, zwölf Jahre zweiter und schließlich sechs Jahre erster Präsident. Seit 2012 ist er zudem Mitglied des Fachbeirats Tourismus im Tourismusverband Pfaffenwinkel

Elisabeth Fichtl war in vier Bereichen tätig – im Frauenbund, im Obst- und Gartenbauverein, in der Kirche und in der Ursula-Kapelle. 1972 war sie Gründungsmitglied des Katholischen Frauenbunds und 25 Jahre dessen zweite Vorsitzende. Anschließend übernahm sie noch sieben Jahre den Vorsitz.

Bereits 1974 taucht ihr Name in der Chronik des Obst- und Gartenbauvereins auf – und zwar als Beisitzerin und Blumenwartin. Acht Jahre später wurde sie zweite Vorsitzende und übernahm fortan eine Unmenge Aufgaben.

Besonders engagiert war sie auch kirchlich. 32 Jahre war sie im Pfarrgemeinderat vertreten, 22 Jahre lang Mesnerin. In ihrem eigenen Garten legte sie eigens Beete mit Blumen an, die für den Kirchenschmuck bestimmt waren. Eine Herausforderung waren nach dem Absturz eines Teils der Kirchendecke 1997 die Renovierungsarbeiten und die Gottesdienste, die ersatzweise im Pfarrheim abgehalten werden mussten. Nach Abschluss dieser Arbeiten kletterte Elisabeth Fichtl selbst aufs Gerüst, um die Kirchenfenster zu putzen. Die Pfarrkirche ist ihr sehr ans Herz gewachsen.

Auch für die Ursula-Kapelle hatte sie ein großes Herz. Obwohl diese im gemeindlichen Eigentum stand, fühlte sie sich auch für diese verantwortlich, putzte sie und richtete sie her – mit tatkräftiger Unterstützung ihres Mannes Adolf und von Tochter Sigrid.

Dritter im Bunde ist Vize-Bürgermeister Josef Epple. Seit fünf Perioden, exakt 26 Jahre, im Gemeinderat, besticht er durch kurze und knappe, aber immer den Kern treffende Redebeiträge. Dies allein hätte für eine solche Auszeichnung aber nicht ausgereicht. Epple kann vor allem auch auf dem sportlichen Sektor punkten. Er gehört bis heute den Abteilungen Fußball, Eishockey und Ski an, ist dort auch noch aktiv. 27 Jahre lang war er Vorsitzender des SV Hohenfurch, der eigentliche Grund für seine Ehrung. Im Januar 2013 wurde er deshalb zum Ehrenvorstand ernannt.

Viele Baumaßnahmen fallen in seine Zeit. Die Eisplatz-Bande wurde zweimal erneuert, Flutlichtmasten erneuert, der Fußball-Trainingsplatz mit Flutlicht ausgestattet, Tennisplätze und Stockhütte gebaut, ans Sportheim angebaut und dieses ausgebaut.

Bis heute übernimmt Epple die Baumpflege an Fußball- und Tennisplatz. Überhaupt sind die Bäume sein Element. Er ist Kassenprüfer in der Waldgenossenschaft Oberhohenfurch und Beisitzer in der Jagdgenossenschaft Hohenfurch. Und er sorgt dafür, dass die Bürger Hohenfurchs immer über Versteigerungen oder Verkauf mit Brennholz versorgt sind.

Stephan Penning

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