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Mit gelben Luftballons wurde am Freitagabend der Via Claudia Markt in Lechbruck eröffnet.

Der dritte Via Claudia Markt in Lechbruck

Zwischen Schmankerl und Kunsthandwerk

Lechbruck - Zum dritten Mal fand am vergangenen Wochenende der Via Claudia Markt in Lechbruck statt. Auf dem Areal am Segelhafen gab es Handwerkskunst und Schmankerl aus Nah und Fern. Die Eröffnung wurde sogar im Fernsehen übertragen.

Via Claudia Markt, das heißt Schmankerl und Spezialitäten, heimische Kunst und Handwerk aus Nah und Fern. Vor allem aber selbstgemachte Produkte und Unikate, die man so nirgends findet, vor allem nicht im Supermarkt. Umrahmt vom Lech und Segelhafen haben über 90 Aussteller ihre Produkte feilboten und auch den ein oder anderen Einblick in ihr Handwerk gewährt. Den Auftakt machten aber die Kinder. Gleich nach dem Lechbrucks Bürgermeister Helmut Angl die Besucher, Gäste wie Lecher gleichermaßen begrüßt und allen eine schöne Zeit gewünscht hatte, schwebte eine gelbe Traube aus rund 100 Luftballons gen Himmel. Gleich darauf hieß es dann auch schon „Aufnahme!“. Ab 17.30 Uhr flimmerten nämlich Livebilder von Moderatorenpaar Anna Groß und Mathias Flasskamp, auf einem Floß sitzend und begleitet von den Klängen der Alphornbläser, über die Fernsehgeräte. Zum dritten Via Claudia Markt in Lechbruck hatte sich diesmal auch das Bayerische Fernsehen angekündigt und berichtete über den Markt und das 2600-Seelen-Dorf mitten im Ostallgäu. Auch seitens des Fernsehteams freute man sich über das breite Angebot an Ausstellern, Handwerkern und Schmankerlständen. So wurden die Alpenalpakas der Familie Hörmann gleich zu Fernsehstars. Im Scheinwerferlicht standen auch die Schlögelmühlfrauen mit ihrem Backofen und den leckeren Römerfladen. Um den zu Kosten und überhaupt die Vielfältigkeit des Marktes zu entdecken, nutzen die Besucher die drei Tage voll aus. Gerade die zahlreichen Urlaubsgäste v verweilten das ganze Wochenende über zwischen den einzelnen Ständen. Zu sehen gab’s sehr viel. Einige Aussteller kamen heuer erstmals nach Lechbruck und haben weite Wege auf sich genommen. Wie etwa „Der Österreicher“, der unter anderem Käse und Wurst aus dem Bregenzerwald dabei hatte. Oder Johann Speckmaier, dessen Profession unüberhörbar über den Platz schallte. Rost-Schrott-Blech-Design, so nämlich heißt die Firma des Landsberger Schmiedes, der mit fahrbarer Esse und Ambos seinem Handwerk nachging. Für ihn sei solch ein Markt vor allem Werbung. Ärgerlich, nicht nur für Speckmaier, dürfte der Sturm am Auftaktnachmittag gewesen sein. Der hielt doch den ein oder anderen vom Besuch ab. Auch die schwüle Hitze am zweiten Tag sorgte nicht unbedingt für größte Nachfrage. „Aber meistens gibt’s einen Tag, der alles wieder rausreißt“, sagt der Speckmaier, der auch nächstes Jahr wieder dabei sein möchte. Das trifft auch auf Jo Milbert aus Steingaden zu. Er führte auf der Drechselmaschine vor, wie aus einem Stück Olivenholz ein kleines Unikat entsteht. Auch dessen Kollege Alois Steidele konnte sich, zumindest über Interesse an seinen Produkten nicht beklagen. Der Bernbeurer drechselt Schreibmaschinen, besser gesagt Kugelschreiber und Füllfederhalter aus seltenen und interessanten Hölzern. Und auch wenn man der Jugend nachsagt, sich nur für Smartphones zu begeistern, sind solch edle Schreibgeräte noch immer angesagt. Mit die größte Gaudi hat der Nachwuchs beim Ponyreiten und der Märchenfee von von Marie Luise Kaiser gehabt, die den Kasper auf die Bühne holte.

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