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Eine Drohne (Beispielbild) kreiste am Dienstagabend mit lautem Geknatter über der Schongauer Altstadt.

Schongauer Altstadt

Drohne erzürnt Anwohner

Schongau - Lautes Getöse am Dienstagabend über der Schongauer Altstadt. Sowohl die Besucher des Stadtrats als auch Bürger waren irritiert über den Lärm des Flugobjekts. Ein Anwohner beschwerte sich, dass die Drohne nur ganz knapp über seine Dachterrasse geflogen sei.

Der Schongauer Allgemeinmediziner Martin Kayser war sichtlich angefressen. „Über private Balkone und Dachterrassen so niedrig zu fliegen, ist schon ziemlich unverschämt“, ärgerte er sich über einen Drohnen-Flug am frühen Dienstagabend zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr über der Schongauer Altstadt, sagte: „Die flog gerademal zwei Meter über unseren Köpfen, während wir auf der Dachterrasse saßen.“ Und er wollte wissen, welche Richtlinien es gebe und nach welchen Kriterien solche Flüge letztlich genehmigungsfähig seien.

Annähernd 20 Minuten war das Flugobjekt in der Altstadt unterwegs, um Aufnahmen zu machen, dies allerdings mit erheblichem Lärm, der auch bis in die Ohren der Stadträte drang, die an diesem Abend eine Sitzung hatten. Entsprechend sorgte der Drohnen-Flug auch innerhalb der facebook-community für so manch leidenschaftliche Diskussion.

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Schongaus Polizeichef Herbert Kieweg sagte, bei ihm habe es keine Beschwerden gegeben. "Zudem lag dem Besitzer der Drohne eine Genehmigung durch das Luftamt Südbayern vor.“ Gleichwohl habe er dies zusätzlich auch noch bei der Polizei gemeldet.

Was generelle Genehmigungen für Drohnen angeht, meinte Kieweg: „Da könnte man einen regelrechten Rechtsunterricht draus machen. Theoretisch wäre es sogar erlaubt, nachts zu fliegen, wenn das Fluggerät über entsprechende Beleuchtung verfügt.“

Normalerweise würden aber nur Genehmigungen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang erteilt – auch zum Schutz der Bevölkerung vor zu großer Lärmbelästigung.

Stephan Penning

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