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Wieder vereint: Sonja Lanzendörfer zeigt zusammen mit Ehemann Dieter den verlorenen Ehering, den Werner Sohmen (l.)  vor drei Monaten gefunden hatte. Vorne Lanzendörfers Sohn Patrick.

Münchnerin ist überglücklich

Happy-End! Wie der Merkur diesen Ehering zurückbrachte

Böbing/München - Anfang Oktober hatte der Böbinger Werner Sohmen auf dem Heimweg von der Wiesn einen Ehering gefunden. Jetzt, drei Monate später, hat sich die Münchner Besitzerin doch noch gemeldet. 

Werner Sohmen hatte einen schönen Wiesn-Tag im Augustiner-Bierzelt verbracht, als er auf dem Heimweg zwischen Theresienhöhe und Schwanthalerhöhe plötzlich den Ehering zwischen den Pflastersteinen liegen sah. Ein Beziehungsstreit, zu viel Bier oder einfach nur Unachtsamkeit? Der Metzgermeister machte sich viele Gedanken, warum der Ring verlorengegangen war. Nach dessen Größe vermutete er nur, dass es sich bei der Trägerin „um eine sehr zierliche Frau“ handeln könnte. Sohmen meldete seinen Fund dem Münchner Fundbüro, gab die eingegebene Gravierung („Dieter 28.10.2005“) an, nahm den Ring in Gewahrsam und hoffte, das sich die Besitzerin bei ihm melden würde. Lange Zeit vergebens.

Kurz vor dem Jahreswechsel fragten die Schongauer Nachrichten, die ebenso wie der München-Teil damals über den Fund berichtet hatten, noch einmal bei Sohmen nach, ob sich schon jemand gemeldet hat. Dem war nicht so, aber der Böbinger blieb optimistisch: „Wunder gib es immer wieder.“

Hier können Sie die Vorgeschichte lesen: Dieters Ehefrau gesucht. 

Und tatsächlich klingelte wenige Tage später das Telefon. „Sind Sie der Herr Sohmen, der den Ehering gefunden hat?“, habe eine Frau „sehr aufgeregt“ gefragt. Es war Sonja Lanzendörfer aus München-Trudering. Sie hatte im Oktober mit ihren Arbeitskollegen einen zünftigen und lustigen Tag verbracht und offenbar anschließend den Ring unbemerkt auf dem Weg zum Taxistand auf der Straße verloren. Bemerkt hat die 41-Jährige den Verlust erst am nächsten Tag, als sie mit dem Auto zur Arbeit fuhr und beim Schalten am Ganghebel plötzlich keinen festen Druck mehr spürte, der ansonsten vom Ring immer ausging.

Freunde erzählten: Die Geschichte stand doch im Merkur!

Verzweifelt hat sie danach bei einigen Fundämtern nachgefragt, aber keinen Erfolg gehabt – entweder war sie nicht im richtigen Fundbüro oder hat eine falsche Auskunft bekommen. Bei Freunden erzählte Lanzendörfer kürzlich ihre Geschichte von dem verlorenen Ring. Dabei konnte sich ein Bekannter an einen Zeitungsbericht im Münchner Merkur über einen gefundenen Ehering nahe des Oktoberfests erinnern. Ehemann Dieter (45) machte sich daraufhin im Internet auf die Suche, gab die Ring-Gravur ein – und landete auf dem SN-Bericht vom 8. Oktober.

Zwei Tage nach dem Anruf kam das Ehepaar mit Sohn Patrick jetzt bei Sohmen in Böbing vorbei und nahm den verlorenen Ring bei einem Glas Sekt in Empfang – quasi eine verspätete Nachfeier zum zehnten Hochzeitstag.

Werner Schubert

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