Ehrenring für Hans Frieß, überreicht durch Altlandrat Luitpold Braun (re.). In der Mitte Bayernbund-Chef Ludwig Bertl. wk

Ehrenring des Bayernbundes für Prälat Hans Frieß

Schongau - „Dass ich beim Bayernbund den Ehrenring verliehen bekomme, hätt’ ich nie gedacht.“ Überrascht war Prälat Hans Frieß (70) nicht, denn die Verleihung im Schmuzer-Saal der Schongauer Musikschule war ja schließlich angekündigt.

Aber die Freude war ihm anzusehen. „Ich bin darüber sehr stolz.“

Dabei erinnerte Hans Frieß an Papst Benedikt, der einmal gesagt hat, Gott habe es Bayern ganz leicht gemacht: „Er hat uns ein so schönes Land geschenkt, das durch die Menschen, Kultur , Glauben, Gesang und dem Dialekt so schön geworden ist.“ All dies seien Werte, für die der Bayernbund einstehe.

Ludwig Bertl aus Schönberg, Kreisvorsitzender des Bayernbundes Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen, erklärt: „Der Ehrenring wird an Persönlichkeiten aus den beiden Landkreisen vergeben, die sich um die Allgemeinheit verdient gemacht haben.“ Der Ehrenring ist aus Silber und zeigt den Bayerischen Löwen.

Prälat Frieß ist der vierte Ehrenringträger. Bisher wurde diese Ehre Karl Pörnbacher (Sachsenried), Dr. Wilhelm Fischer (Peißenberg) und Bobfahrer Wolfgang Zimmerer aus Ohlstadt zuteil.

„Ehre, wem Ehre gebührt“, sagte Luitpold Braun. Der Altlandrat war für die Laudatio zuständig. Den Ehrenring bekomme, wer mehr als seine Pflicht erfüllt habe. Und dazu gehöre Hans Frieß. Über zehn Jahre war er Stadtpfarrer in Schongau, danach wechselte er als Geistlicher Direktor an die Regens Wagner-Stiftung nach Dillingen. Eine Stiftung, die in acht Niederlassungen 7700 Personen betreut. Eine davon ist im Kloster Maria Auxilium in Rottenbuch. Eine weitere hat Hans Frieß im Jahr 2000 am Balaton in Ungarn geschaffen. 2006 wurde der gebürtige Kaufbeurer zum Ehrenprälat seiner Heiligkeit ernannt. „Sie sind da in einer sehr noblen Gesellschaft“, schmunzelte der Altlandrat. Denn wer Prälat werde, „ist in der katholischen Kirche weit aufgestiegen“.

Hans Frieß wohnt seit seiner Versetzung in den Ruhestand in Altenstadt. Als Pfarrer i.R. - „in Rufweite“. Denn an Einsätzen in den sechs Altenstadter Pfarreien mangelt es dem Ruheständler nicht.

Der kleine Festakt wurde durch ein Bläserquintett der Musikschule musikalisch begleitet. Zum Abschluss wurde gemeinsam die Bayernhymne gesungen.

wk

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