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Monika Karsch mit Silbermedaille in Rio.

Aus dem Gemeinderat Rott

Eigene Straße für die „Silber-Moni“

Rott - Die Straße ist noch nicht gebaut. Sie hat aber schon einen Namen. Die Erschließungsstraße für das neue Baugebiet „Rott Nordost“ wird Monika-Karsch-Ring heißen. Damit ehrt die Lechrain-Gemeinde die Silbermedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen in Rio.

Das war aber nicht die einzige Entscheidung in den letzten Wochen über das rund 2,4 Hektar umfassende Areal. Der Gemeinderat Rott befand über die Straßenführung, über die Grundstückgrößen, die Begrünung und die möglichen Haustypen. Erlaubt sind Gebäude mit Obergeschoss und Dachgeschoss, im Fachjargon E+1+D. Die Grundstücke sollen mindestens 600 Quadratmeter groß sein und sie können mit Einzel- oder Doppelhäusern bebaut werden. Für die rund 30 Parzellen gibt es inzwischen schon über 40 Bewerber.

Diskutiert wurde im Rat auch über die Begrünung und Abgrenzung zwischen den einzelnen Grundstücken. Hochwachsende Bäume soll es nicht geben, auch im Hinblick auf die Verschattung möglicher Photovoltaikanlagen. Stattdessen unterstützte das Gremium den Vorschlag von Gemeinderat Stephan Rupp, der Spalierobstbäume oder Weinreben als Grenzbepflanzung ins Spiel brachte. Architekt Robert Schenk äußerte dazu zwar Bedenken. Das Ratsgremium blieb bei einer 7:4 Abstimmung aber mehrheitlich bei der Empfehlung für Spalierbäume, die möglichst in Absprache mit den Nachbarn gepflanzt werden sollen.

Diskussionen gab es auch über die Höhe, wie hoch die Bodenplatte der Häuser über dem Straßenniveau gehen darf. Letztlich entschied sich der Gemeinderat, im mittleren Bereich der Bebauung, die auch am höchst gelegen ist, nur 20 Zentimeter und im restlichen die ortsüblichen 50 Zentimeter zuzulassen. Gesprächsbedarf gab es auch beim geplanten Straßengefälle des Monika-Karsch-Rings, das im südlichen Bereich bis zu sechs Prozent erreichen soll, da das gesamte Gelände nach Osten hin stark abfällt.

„Das ist aber nur die erste Planung, da kann im Detail noch darüber geredet werden“, erklärte Schenk, der darüber hinaus empfahl, ein Bodengutachten erstellen zu lassen. „Bisher haben wir so etwas nicht gebraucht, aber die Zeiten haben sich geändert, deshalb habe ich mich davon überzeugen lassen“, plädierte auch Bürgermeister Krötz für die Untersuchung, die zwischen 4000 und 8000 Euro kosten wird. Dem schlossen sich die Räte auch an. Zudem wird die Gemeinde Geld für eine Studie über eine „Kalte Erdwärmeversorgung“ in die Hand nehmen. Damit soll herausgefunden werden, ob dieses innovative Konzept im neuen Baugebiet möglich ist und auch wirtschaftlich betrieben werden kann.

Roland Halmel

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