Immer mehr Unfälle passieren in den Bergen. Das beschert den Rettern viel Arbeit. foto:dpa

Bergwacht-Bilanz Steingaden/Peiting: Elf Einsätze mehr als im Vorjahr

Peiting/Steingaden - Die Einsatzzahlen der Bergwachten in Bayern sind im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Für die Bergwacht-Bereitschaft Steingaden-Peiting war 2013 auch einsatzreicher als sonst.

Häufiger als im Vorjahr, nämlich genau 7076 Mal, sind Bayerns Bergwacht-Helfer im vergangenen Berichtszeitraum (Dezember 2012 bis November 2013) zu Hilfeleistungen ausgerückt. Dabei reichte die Einsatzpalette von verunfallten Skifahrern und Snowboardern über verunglückte Mountainbiker und medizinische Notfälle bei Bergwanderern bis hin zur Vermisstensuche und Personenbergung. „Bergsport wird immer beliebter, wir beobachten da seit Jahren einen aufsteigenden Trend“, sagt Bergwacht-Sprecher Roland Ampenberger.

Das können die ehrenamtlichen Helfer der Bergwacht Steingaden-Peiting durchaus bestätigen. Die rund 55 Aktiven sind - Sommer wie Winter - für das Kenzengebiet, die Trauchberge, das Skigebiet Buchenberg sowie die Loipen und Skigebiete in der Region zuständig. Wie Robert Zimmermann erklärt, gab es für die Bergwacht Steingaden-Peiting im zurückliegenden Berichtszeitraum 23 Einsätze. Zum Vergleich: In den Jahren 2012 bzw. 2011 waren es 12 bzw. 14 Einsätze.

Da die Anzahl derer, die für den Sport oder die Erholung in die Berge gehen, deutlich zunimmt, passiert auch dementsprechend mehr - und damit steigt die Einsatzzahl. „In diesem Sinne liegen auch wir im Trend“, bilanziert Zimmermann.

Auch halten sich die Winter- und Sommereinsätze in etwa die Waage: Das heißt, bei etwa der Hälfte der Alarmierungen handelt es sich um Einsätze im Winter auf Skipisten, bei der anderen Hälfte um Einsätze im Sommer mit Mountainbikern oder Bergwanderern. Im vergangenen Jahr mussten die Bergretter zudem einen abgestürzten Gleitschirmflieger am Buchenberg sowie einen erschöpften Soldaten aus unwegsamem Gelände befreien.

Hinzu kommen dann Sondereinsätze etwa zur Unterstützung von Feuerwehr und Rettungsdienst in unwegsamem Gelände sowie bei der Suche nach vermissten oder abgestürzten Personen. Auch solche Fälle gab es in den vergangenen zwölf Monaten für die Bergwacht Steingaden-Peiting: Anfang September wurde auf der Kenzen-Hochplatte eine abgestürzte Person geborgen, Ende September die Leiche einer lange vermissten Jugendlichen.

Für das neue Jahr rechnet Zimmermann mit gleichbleibenden Einsatzzahlen und -szenarien. „Gerade jetzt scharren viele Skitourengeher schon mit ihren Skiern.“ Dabei sei gerade bei wenig Schnee auf Pisten und Strecken das Gefahrenpotenzial höher als sonst.

Daher der Appell an alle Schnee- und Winterfreunde: „Umsichtig verhalten, Vernunft walten lassen, sich rechtzeitig über Wetter, Gelände und Lawinengefahr informieren und die notwendige und sinnvolle Ausrüstung mitnehmen!“

jos

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