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Beim Aufstieg übers Treppenhaus der Raiffeisenbank schweift der Blick immer höher. Dem Rundum-Aussicht steht im Saal dann nichts mehr im Wege.

Einweihung des Forum Pfaffenwinkel der Raiffeisenbank 

Entscheidungen mit Weitblick

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Peiting - Mit einer großen Feier hat die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel den 400 Quadratmeter großen Panorama-Saal eingeweiht, mit dem das Gebäude in der Bahnhofstraße aufgestockt wurde. Der Anfang einer Peitinger Skyline?

Der Himmel war von Wolken verhangen und trotzdem war der herrliche Ausblick großes Thema bei der Einweihung des Forum Pfaffenwinkel der Raiffeisenbank. Der Blick, der in die Ferne schweifen kann, soll so manchen Schulungs-Teilnehmer vom Wesentlichen nicht ablenken, sondern inspirieren, da waren sich die Redner einig. Und wem der nötige Geistesblitz noch fehlt, der kann zur Abwechslung erstmal mit dem Fernrohr ins Gebirge schauen.

Genutzt werden soll das Forum für Veranstaltungen und Schulungen der Bank, Betriebs- und Vertreterversammlungen, Kundenveranstaltungen, Tagungen der Verbundpartner, aber auch für Veranstaltungen der Kunden, Kunst und Kultur. Ausgeschlossen sind aber private Feiern.

Bereits seit 2011 geisterte die Idee in den Köpfen der Banker, das bislang ungenutzte Flachdach sinnvoll zu nutzen. „Zudem fehlte uns ein geeigneter Schulungsraum und außerdem war klar, dass das Dach bald saniert werden muss“, holte Vorstand Stephan Rupprecht aus. Nach einigen Verhandlungen und auch Änderungen, da die ersten Pläne zu teuer geworden wären, konnten im Frühjahr 2014 die Aufträge vergeben werden. Im November ging es dann los: Das Fundament für den Aufzugsturm wurde gelegt, das neue Treppenhaus mit Aufzug gebaut und das Flachdach rückgebaut. Außerdem eine Holzkonstruktion aufgestellt, Saal und Treppenhaus verglast und das Innere ausgebaut. Parallel mussten noch Sanitäranlagen im fünften Stock, Heizung und die hochmoderne Klimadecke eingerichtet werden. Das Treppenhaus dient auch als weiterer Fluchtweg, ein Blockheizkraftwerk versorgt das Gebäude mit Wärme und Strom.

„Bauleiterin und Prokuristin Elisabeth Gruber hat nun gemeinsam mit dem Architekten Michael Riedle eine Punktlandung hingelegt, die Einweihung ist pünktlich“, so Rupprecht weiter.

Viele Ehrengäste waren zur Einweihung des Forum Pfaffenwinkel geladen. Es sprach auch Vorstand Stephan Rupprecht.

Mit rund 2,5 Millionen Euro liegt das Projekt laut Rupprecht noch im Rahmen. „Besonders freut es mich, dass die Handwerker aus der Region stammen“, so der Vorstand. Lediglich für Arbeiten, für die keine Gewerbe in der Gegend ansässig sind, wurden andere Firmen hinzugezogen – zum Beispiel für den Aufzug. Geschmückt wurde das Foyer ebenso von einem Peitinger. Der Künstler Petrmayr vermittelt mit seinem Werk die Geschichte der Bank bis zum heutigen Tag. Und auch die Namensgebung stammt aus der Region. Künstler Paul Reßl aus Altenstadt hat das Logo zum Forum Pfaffenwinkel entworfen.

Pfarrer Hans Speckbacher, der zusammen mit dem evangelischen Geistlichen Dirk Wollenweber die Räumlichkeiten weihte, war „dankbar, dass das Gebäude trotzdem noch kleiner ist, als der höchste Kirchtum in Peiting“, sagte er schmunzelnd. Beinahe hätte er bei dem schlechten Wetter das Weihwasser direkt vom Himmel in der Glasschale auffangen können, „ich habe es aber dann doch von daheim mitgenommen“. Es ist ein „Saal zwischen Himmel und Erde“, lobte Wollenweber, eine Bereicherung für die Gemeinde. Als „klares Bekenntnis zum Standort, an dem investiert wird, bezeichnete Kreiskämmerer Norbert Merk das Vorhaben der Raiffeisenbank. Hier könnten „Entscheidungen mit Weitblick“ getroffen werden. Und auch der zweite Bürgermeister Franz Seidel beglückwünschte die Bank für den Mut, mit dem die Baumaßnahme angegangen und umgesetzt worden ist.

Und was wäre eine Kreditinstitut, wenn es nicht auch zumindest ein bisschen um Geld ginge? Dieses wurde allerdings nicht gehortet, sondern ausgegeben. Über eine Spende von insgesamt 5000 Euro, die gerecht verteilt wurde, können sich die Peitinger Kindergärten, die katholische und evangelische Pfarrei und die Knappschaftskapelle Peiting freuen. Die Bläser der Kapelle brachten dann auch noch Schwung in die offizielle Veranstaltung. Mit ihren Stücken umrahmten sie die Feierlichkeiten und gaben der Eröffnung den letzten Schliff. Dahoam spielt sich’s eben doch am Besten – am (fast) höchsten Punkt der Marktgemeinde.

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