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Endlich Spatenstich für gemeinsame Schieß- und Kegelanlage an der Dießener Straße

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Endlich Spatenstich: Alle freuen sich mit Schützenmeister Peter Bierbrauer (Mitte) und Andreas Seiband über den Baubeginn.
Endlich Spatenstich: Alle freuen sich mit Schützenmeister Peter Bierbrauer (Mitte) und Andreas Seiband über den Baubeginn.

Schongau - Gestern war Spatenstich für die Schieß- und Kegelanlage der Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft und des Sportkegelklubs Schwarz-Gelb Schongau.

Ein Jahr hat es sich verzögert, bis die Bauarbeiten für die 25-Meter-Schießanlage im Erdgeschoss und die Vier-Bahnen-Anlage im Obergeschoss starten konnten.

Eine ganze Reihe Vertreter der Schützen und der Kegler hatte sich an der Dießener Straße zum feierlichen Spatenstich getroffen. Nicht nur Schongaus Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl äußerte sich erleichtert über den Start der Bauarbeiten. Das Stadtoberhaupt, per Vertrag von 1524 auch gleichzeitig Schützenkommissar, blickte zurück auf die Restaurierung der Dreifachturnhalle, denn seit dieser Zeit sind die Schongauer Kegler quasi heimatlos. Er habe in beiden Vereinen starke Partner gefunden, dank derer die Kooperation zustande gekommen sei. „Sie sind beide aufeinander zugegangen und haben nur auf das Ziel geschaut“, lobte Gerbl die Zusammenarbeit. Peter Bierbrauer war es, der als 1. Schützenmeister vor allem die Stadt Schongau mit ihrem Dauerschirmherrn Gerbl heraushob. Andreas Seiband vertrat als Vorstandsmitglied die Schützen.

Gebaut wird unweit des Außenschießstands im rückwärtigen Bereich des Schützenheims. Rund 30 Meter lang und 10 Meter breit wird das Gebäude. Das Erdgeschoss für die FSG wird in Beton ausgeführt, der Rohbau soll schon Mitte Mai fertig sein, berichtet 2. Schützenmeister Siegfried Forster. Denn die Kegler rund um ihren Vorsitzenden Florian Forstner brennen schon darauf, den Aufbau machen zu können. Dieser wird in Holzständerbauweise ausgeführt und soll bis zum Stichtag 15. September fertiggestellt sein - denn dann beginnt bei den Keglern die Wettkampfrunde. Ein Tag, dem die Kegler schon entgegenfiebern, denn die 1. Mannschaft spielt bereits seit rund 20 Jahren in Peiting, weil es in Schongau keine Vier-Bahnen-Anlage gab, die weiteren Kegler sind seit zwei Jahren in verschiedene Orte der Umgebung ausgelagert.

Die Erdarbeiten übernimmt die Firma Kölbl aus Apfeldorf, die Beton- und Mauerarbeiten die Firma Baab, ebenfalls Apfeldorf. Weiter beteiligt ist die Zimmerei Bißle aus Ingenried. Auf die Vereine kommen nun natürlich immense Kosten zu. Etwa 330 000 Euro brutto investiert die FSG, die Kegler kommen mit rund 240 000 Euro etwas günstiger weg. Beide Vereine können allerdings mit Zuschüssen rechnen, die in etwa jeweils ein Drittel der Gesamtkosten ausmachen.

Neben dem Sportschützenbund bzw. dem Landessportverband der Kegler fördert natürlich auch die Stadt Schongau das Projekt. Die Schützen zählen derzeit rund 256 Mitglieder, davon 50 aktive Wettkämpfer, bei den Keglern sind es etwa 50 Aktive.

Elke Robert

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