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Einige Staatspreisträger der Berufsschule Schongau mit Schulleiter Thomas Schütz und Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Entlassfeier der Berufsschule

176 Schüler sind jetzt Fachkräfte

Schongau - Mit einem neuen Rekord ist das Schuljahr an der Berufsschule Schongau zu Ende gegangen. 176 Schüler erhielten ihre Abschlusszeugnisse, ein gutes Drittel hatte sogar eine Eins vor dem Komma.

Der Schulleiter meinte, dass sich über einen solchen Abschluss alle Anwesenden, allen voran natürlich die Familien der Schüler, freuen würden. 176 sehr gut ausgebildete Fachkräfte, wie Schütz anfügte, würden die Schule verlassen und einen Lebensabschnitt zu Ende bringen, 105 junge Damen und 71 junge Männer, die von nun an gefragte Experten ihrer Fachrichtung seien, wie Herbert Klein von der IHK später meinen sollte. 

Einige Staatspreisträger der Berufsschule Schongau mit Schulleiter Thomas Schütz und Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

„Sie haben vor zwei oder drei Jahren das Glück gehabt, einen Ausbildungsplatz zu bekommen“, so Thomas Schütz. Und dass sie nun, gereift in der beruflichen Bildung, einen Abschluss vorweisen könnten. Einen Abschluss analog zur Mittleren Reife oder der Hochschulreife, auf den sie genauso stolz, vielleicht sogar noch stolzer sein dürften als ein Absolvent einer allgemeinbildenden Schule, konstatierte Schütz.

Der französische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger André Gide habe einmal gesagt, dass ein guter Lehrer nur eine Sorge habe. Zu lehren, wie man ohne ihn auskommt. Auch wenn der eine oder andere diese Vermutung vielleicht schon während der Schulzeit gehabt habe, hoffe er trotzdem, dass „wir (die Lehrer) ein bisschen nützlich gewesen sind in den vergangenen Jahren“. Jetzt stünden weitere Entscheidungen an. Der Umzug in eine eigene Wohnung, die Gestaltung der freien Tage, sprich Urlaub. Allen gemeinsam sei, dass sie von nun an ihre Entscheidung selber treffen müssten. „Und lassen Sie sich nicht entmutigen“. Schütz riet den Entlassschülern, die eigenen Stärken und den eigenen Weg zu finden. Auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß würdigte den besonderen Tag der Entlassschüler. Nun gehe ein Lebensabschnitt zu Ende. Die Ausbilder hätten den jungen Menschen Wissen, Fertigkeiten und auch die eine oder andere Weisheit über das Leben vermittelt, so Jochner-Weiß, wofür sie den Lehrern dankte. Es sei ein weiterer Etappensieg für den Nachwuchs, ein Tag, auf den sie zum Teil jahrelang hingearbeitet hätten und nun dafür den Lohn einstreichen dürften. In Anlehnung an Benjamin Franklin meinte die Politikerin, sei die solide Ausbildung die Grundvoraussetzung, um auf dem Arbeitsmarkt, vor allem in Zeiten der Globalisierung, bestehen zu können. „Was uns fehlt, sind die gut ausgebildeten Arbeitskräfte“, meinte Jochner-Weiß. Fachkräfte mit den richtigen Qualifikationen, die den Bedarf in den Unternehmen auch decken könnten. „Und Sie haben die Grundlagen für ihren beruflichen Einstieg und Aufstieg gelegt“. Nur Wissen allein genüge jedoch nicht, man müsse es auch anwenden können.

Bevor es zur Auszeichnung der Besten ging, kam auch IHK-Vertreter Herbert Klein zu Wort. Der Tag sei außergewöhnlich und einzigartig, befand Klein. „Außergewöhnlich, weil Sie ihre Abschlussprüfung bestanden haben. Und einzigartig, weil Sie damit quasi den Grundstein für die berufliche Zukunft gelegt haben, der ab sofort neue Türen und Möglichkeiten öffnet“. Von Stund‘ an gehörten sie zu den gefragten Experten auf ihrem Fachgebiet.

Als einer der sechs Besten, die mit einem Notenschnitt von 1,0 abgeschlossen hatten, hatten Schülersprecher Roman Schauer und sein Kommilitone Martin Greubel das letzte Wort an diesem Abend. Ein Novum heuer, das hatte zuvor schon Rudolf Rossmann festgestellt, konnten er und Schulleiter Thomas Schütz doch diesmal so viele Schüler wie noch nie mit dem Schul- bzw. Staatspreis auszeichnen. 50 von 176 hatten mit einem Notenschnitt von 1,57 oder besser bestanden. Zwölf Mal konnte der Schulpreis vergeben (Notenschnitt 1,57 oder besser), 38 Mal der Staatspreis vergeben werden (Note 1,5 und besser). Die sechs Besten (Note 1,0) erhielten einen Geldpreis.

os

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