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Erdwall-Arbeiten an Peitinger B 17-Ausfahrt sollen beendet werden

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Der Wall bei der B17-Abfahrt Kurzenried wächst immer weiter an, die Peitinger wollen nicht länger zusehen. Foto: Robert
Der Wall bei der B17-Abfahrt Kurzenried wächst immer weiter an, die Peitinger wollen nicht länger zusehen. Foto: Robert

Peiting - Den Peitinger Gemeinderäten reicht es: Bei der Kurzenrieder Ausfahrt der B 17 soll endlich Schluss sein mit weiteren Erdauffüllungen des Landkreises.

Gerade in den vergangenen Tagen sind sie wieder gerollt, die Bagger und Raupen am Wall bei der B17-Ausfahrt Kurzenried. Und der Erdhügel wird stetig höher. Dies wollen die Gemeinderäte nun nicht mehr länger dulden. Pankratia Holl (CSU) erinnerte an das vormals so schöne Biotop „doppelt so groß wie die Kiesgrube - und das schieben die einfach zu“. Und Alfred Jocher hat „echte Bedenken, was das Füllmaterial anbelangt“, nämlich, ob dieses sickerfähig ist. Der SPD-Gemeinderat hinterfragte in der jüngsten Sitzung, ob für die Erdarbeiten überhaupt eine aktuelle Genehmigung vorliege. Und lieferte damit das Stichwort für Peter Ostenrieder. Der CSU-Fraktionsvorsitzende forderte, das Straßenbauamt zu verklagen, und zwar wegen einer nicht genehmigten Veränderung der Landschaft.

„Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ein amtliches Straßenbauamt keiner Aufsicht bedarf“, versuchte Bürgermeister Michael Asam zunächst einmal, die erhitzten Gemüter etwas zu beruhigen. Er machte aber auch deutlich, dass es durchaus an der Zeit sei, den Vorgang juristisch zu prüfen und ernsthafte Gespräche zu führen. Asam: „Das wäre schon ein Kaliber, wenn wir das Straßenbauamt verklagen müssten.“ Magnus Schmid (SPD) warnte explizit davor, den Klageweg zu beschreiten: „Wir müssen mit den Ämtern reden.“

Quer durch die Fraktionen machten die Gemeinderäte ihrem Ärger Luft. Norbert Merk (CSU) nannte den Wall sogar die derzeitige „Müllhalde des Straßenbauamtes“. Einig waren sich letztlich alle Räte, dass man bei Kurzenried keine Aufschüttungen haben will, die das Ortsbild verändern. „Die Behörde ist immer noch Diener des Bürgers und man wird da ignoriert, als ob es uns gar nicht geben würde“, machte Herwig Skalitza (CSU) seinem Ärger Luft.

„Es wäre hochgradig verwerflich, wenn da etwas nicht passt“, stimmte Rathauschef Asam zu und erklärte das Thema zur Chefsache. Wie aus dem Marktbauamt Peiting zu erfahren war, ist bereits für die kommende Woche ein Termin anberaumt, bei dem der Vorgang geklärt werden soll. Denn in Peiting liegen laut Bauamtsleiter Jochen Rohrmoser keinerlei Unterlagen über die Straßenbaumaßnahme vor, aus denen man etwa die Höhe der Aufschüttung ablesen könnte. Auch ist nicht bekannt, wann die Maßnahme an der B17 abgeschlossen werden soll. Ostenrieder blieb bei seiner Meinung: Für den Fall, dass man beim Gespräch nicht auf die Gemeinde zugehe, plädierte der Fraktionsvorsitzende dafür, „einfach mal härtere Bandagen anzulegen“.

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