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Zu Stoßzeiten gibt es oft längere Wartezeiten an der UPM-Ampel, vor allem wenn Fußgänger die Zufahrt queren. Jetzt gibt es zwei mögliche Varianten: Ein Kreisverkehr und eine nach Osten verschobene Zufahrt. Dafür müssten aber mindestens das erste Haus (gelb rechts vorne) abgerissen werden.

Gutachten erstellt

Erste Vorschläge für neue UPM-Zufahrt

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Schongau - Die Verkehrssituation in der Schongauer Straße rund um die Zufahrt der UPM-Papierfabrik ist alles andere als optimal. Jetzt gibt es erste Pläne, wie das Problem zu lösen wäre. Allerdings müssen dafür ein oder zwei Häuser abgerissen werden – und der Denkmalschutz muss mitspielen.

2017 will das Staatliche Bauamt die Kanalbrücke in der Peitinger Straße erneuern. Weil dann in dem Bereich sowieso gesperrt ist, könnte auch gleich die Straße bis zur Lechbrücke saniert werden. „Die ist dort völlig kaputt“, sagt Martin Dondl vom Bauamt. Die Stadt Schongau will die Gelegenheit nutzen und hat vergangenes Jahr schon einmal öffentlich im Bauausschuss diskutiert, die Situation für Radfahrer zu verbessern. Die können nämlich durchgehend nur auf der nördlichen Seite fahren, im Süden gibt es zum Teil zu wenig Platz. Auch endet der Radweg kurz vor dem Ortsschild im Nichts, da müsste eine Querungshilfe her. „Die würden wir bauen“, sagte Dondl jetzt auf Nachfrage. An der Lechbrücke müsste nur noch die Brücke etwas erweitert werden. „Das ist aber auf dem Grund von UPM, dazu bräuchte man das Unternehmen“, so Dondl.

Wobei die kleine Verbreiterung das geringste Problem ist

Denn UPM bräuchte man vor allem im Boot, wenn auch die Situation für den Verkehr auf der Straße verbessert werden soll. Weil die Stadt zusammen mit dem Staatlichen Bauamt die Ampeln rund um die Altstadt erneuern und optimieren will, wurde auch die Ampel bei UPM untersucht. Gutachter Peter Nolden sah als größtes Problem, dass es von Schongau kommend keine eigene Abbiegespur für Lkw zu UPM und es Konfrontationen mit Fußgängern gibt. „Wenn dort mehr Fußgänger unterwegs wären, würde der Verkehr wegen der längeren Wartezeit komplett zum Erliegen kommen“, sagte Nolden.

Deshalb gebe es zwei Varianten für eine Lösung. Zum einen ein Kreisverkehr. Der hat allerdings das Problem, dass die abbiegenden Lkw mehr Platz zum Ausholen brauchen. „Der müsste dann erst einmal eine Runde drehen, ehe er zu UPM fahren kann“, so Nolden. Für Dondl vom Bauamt ist das nicht sinnvoll, auch wenn die Leistungsfähigkeit für den Verkehr gegeben wäre. „Drehende Lkw belasten die Straße brutal, das sieht man jetzt an der Einfahrt.“ Auch für Radfahrer und Fußgänger sieht er Probleme.

Deshalb würde er die zweite Lösung vorziehen, die Nolden vorgestellt hat: Die Zufahrt zu UPM wird weiter nach Osten geschoben. Damit wäre Platz für eine eigene Abbiegespur, Fußgänger und Radfahrer könnten gefahrlos über eine Verkehrsinsel die UPM-Einfahrt überqueren.

Der geneigte Leser wird zu den Vorschlägen sagen: Wie soll das gehen? Da stehen doch Häuser! Stimmt. Doch auch bei UPM, das bei den Planungen mit im Boot ist, hört man sich die Vorschläge aufmerksam an. Denn die vorderen beiden Häuser, die für die Lösung mit der Abbiegespur abgerissen werden müssten (beim Kreisverkehr wäre es ein Haus), stehen laut Werkleiter Wolfgang Ohnesorg so gut wie leer und sind seit Monaten mit einem Bauzaun umgeben. Kosten entstehen dem Unternehmen durch die Situation keine, „aber eine Dauerlösung ist es auch nicht“, so Ohnesorg. Weil UPM an einer guten Zufahrt viel liegt, werde man sich mit Bauamt und Stadt zusammensetzen.

Dürfen die Häuser überhaupt abgerissen werden?

Das ist noch nicht passiert – und liegt an der Tatsache, dass noch gar nicht klar ist, ob die Häuser abgerissen werden dürfen. Derzeit wird nämlich beim Landesamt für Denkmalpflege geprüft, ob die „Arbeitersiedlung der ehemaligen Haindl-Werke“ – unter diesem Namen firmieren die Gebäude – unter Denkmalschutz gestellt werden. „Mit dem Abschluss des Verfahrens ist Anfang nächsten Jahres zu rechnen“, sagt eine Sprecherin des Landesamts.

Erst dann geht es in die Gespräche mit UPM. Dondl dämpft mögliche Erwartungen: „So eine Umgestaltung mit Häuser-Abriss ist von den Kosten, die allein der Freistaat tragen müsste, noch einmal eine andere Hausnummer.“ Vor 2018 passiere da sicher nichts, was aus seiner Sicht schade wäre: „Es wäre ideal, die Straßensanierung mit der Umgestaltung der UPM-Zufahrt zu verbinden“, sagte Dondl.

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