Auch Bürgermeister der Nachbargemeinden probierten den neuen Golfplatz in Lechbruck aus: Links Martin Hinterbrandner (Bernbeuren) und rechts Xaver Wörle (Steingaden). os

Erster Abschlag auf neuem Flößergolfplatz in Lechbruck

Lechbruck - Mit einem goldenen Minigolfball hat Lechbrucks Bürgermeister Helmut Angl den ersten Abschlag auf dem neuen Flößergolfplatz gemacht.

In knapp zwei Monaten Bauzeit ist im Herzen Lechbrucks ein neuer 18-Loch-Minigolfplatz, der Flößergolfplatz, entstanden. Damit ist eines der Projekte, das seinerzeit vor fünf Jahren bei der Klausurtagung ins Auge gefasst worden war, nun umgesetzt.

Der alte Minigolfplatz, erinnerte Helmut Angl in seiner Rede, sei dem Hochwasserschutz zum Opfer gefallen. Dort, wo heute der Nepomuk steht und sich der Lechweg schlängelt, gab es bis vor einigen Jahren einen Minigolfplatz für die Gäste. So einen habe man an sich wieder bauen wollen, so Angl, und in der Klausurtagung diskutiert. Den angedachten Standort, am Bootshafen, wo man problemlos den Boots- und Radverleih hätte mit unter ein Dach bringen können, habe der Naturschutz abgelehnt, krittelte der Bürgermeister.

Dann aber sei man auf die Citygolf Europe SE in Schweden gestoßen, genauer gesagt, Hauptamtsleiter Michael Köpf. Der den Platz in Sirmione entdeckt hatte. Woraufhin sich die Gemeinderäte, auf eigene Kosten, betonte Angl, ins Auto gesetzt hätten und ans Südende des Gardasees gefahren waren. „Das wollen wir auch“, so Angl, sei anschließend die Entscheidung gewesen, die der Gemeinderat einstimmig im September vergangenen Jahres gefasst hatte, nämlich einen 18-Loch Adventure Minigolfplatz zu bauen.

Den sich anschließenden Bürgerentscheid kommentierte Angl kurz nur, dass er mit 68 Prozent Pro ein deutliches Signal der Bürger gewesen sei, den Platz zu bauen. Und ein Signal an den Gemeinderat, dass man dem Gremium vertraue, etwas „G’scheites zu bauen“. So begannen schließlich die Bauarbeiten, fünf polnische Arbeiter hätten von morgens um sechs bis abends um acht Uhr gewerkelt. „Ich hab selten so fleißige Leut’ gesehen“, lobte Angl. Sogar am Sonntag hätte man sie nicht gebremst, ergänzte Michael Köpf. Und hatten zwischen dem 19. Mai und dem 19. Juli die 18 Bahnen mit ihren diversen Bauwerken und Sehenswürdigkeiten erstellt.

Um 16.05 Uhr sei dann die Arbeit fertig gewesen, resümierte Angl. Dafür wurden insgesamt 653 Tonnen Siebkies eingebaut, mehr als 70 Tonnen Splitt und nochmals soviel Waschsand verwendet, und 49 Tonnen Humus gesiebt. Außerdem wurden 432 Quadratmeter Pflaster verlegt und 1100 Quadratmeter Kunstrasen.

Entstanden ist der so genannte Flößergolfplatz, 18 Bahnen mit lokalen Bauwerken wie den beiden Königsschlössern, der Tegelbergbahn und vor allem Elementen aus dem Flößerdorf. So steht an einer Stelle der Flößer, eine Bahn weiter ein römischer Soldat, der an die Via Claudia erinnert. Wer den Parcours bespielt, muss an einer Stelle mit eine Floß den Wasserlauf überqueren, an einer anderen sorgt ebendieses Wasser dafür, dass der Ball ins Loch rollt.

Etwas enttäuscht war Helmut Angl, dass keine politische Prominenz erschienen war zur Eröffnung. Dafür begleiteten zahlreiche Gäste die Zeremonie zunächst hatten Pfarrer Ulrich Schneider mit seiner Amtskollegin Michaela Tröger den Platz gesegnet, ehe das Band durchschnitten worden war und Angl mit einen goldenen Minigolfball den ersten Abschlag ausgeführt hatte.

Spielen kann man täglich ab 10 Uhr, der Eintritt mit Königskarte kostet für Erwachsene sechs, für Kinder vier Euro. Familienkarten: 16 Euro.

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